Schweizer „Bund“ verliert Eigenständigkeit

Die traditionsreiche Berner Tageszeitung „Bund“ verliert ihre publizistische Eigenständigkeit. Das Zürcher Medienunternehmen Tamedia erwägt zwei Optionen für die Zukunft des Blattes: In einer würde der „Bund“ und die „Berner Zeitung“ fusionieren und somit unter dem gleichen Verlagsdach bleiben. Eine andere wäre die Kooperation mit dem „Tages-Anzeiger“. Dieser würde einen Großteil der redaktionellen Inhalte des Mantelressorts liefern.

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In den letzten 15 Jahren ist die Auflage von 65 000 auf heute 55 000 Exemplare gesunken. Insgesamt häufte sich ein Gesamtverlust von über 30 Millionen Franken an.

Das 1850 gegründete Blatt ist mehr als eine Informationsquelle. Für Bern ist die Zeitung mitunter auch eine Identitätsquelle. Entsprechend groß ist der öffentliche Anteilnahme: Bereits über 11 000 Leser unterschrieben bisher die Petition zur Rettung des „Bundes“.

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