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Flügel-Stürmer: verkaufte Gomez Torjubel?

Fußball-Profi Mario Gomez hat am Wochenende mit einem ausgefallenen Torjubel möglicherweise für eine Premiere in deutschen Stadien gesorgt. Nach seinem Treffer zum 2:1 öffnete der 23-Jährige eine imaginäre Dose, trank einen Schluck und flatterte mit den Armen – eine Geste, die sehr an Werbespots seines Privat-Sponsors Red Bull erinnert. Der DFB hat inzwischen angekündigt, den Vorfall nicht zu untersuchen. Das eventuelle Nachspielen einer Werbemaßnahme allein durch Gestik reiche dafür nicht aus.

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Der Torjäger des VfB Stuttgart ist eigentlich für einen Torjubel in Stile eines Matadors bekannt – eine Anspielung auf die Herkunft seines Vaters, der gebürtiger Spanier ist. Diesmal entschied sich „Torero“ Gomez für eine neue Variante und jubelte in relativ eindeutiger Geste: Red Bull verleiht Flügel – so der Slogan des österreichischen Energy-Drink-Herstellers, den Gomez in seinem Torjubel zum Ausdruck gebracht haben könnte.

„Ich war überrascht, als Mario diesen Jubel gezeigt hat. Es war sicherlich keine Anweisung von Red Bull, sondern eine spontane Entscheidung. Er hat mir nachher gesagt, dass er sich wie beflügelt gefühlt hat“, zitiert „Bild“ Gomez‘ Spielerberater Uli Ferber. Beim Deutschen Fußballbund war man zunächst unsicher, ob man die Aktion genauer unter die Lupe nehmen sollte. DFB-Chefankläger Dr. Anton Nachreiner äußerte sich vage: „Das müssten wir erst besprechen.“ Inzwischen ließ der DFB verlauten, dass man kein Verfahren gegen Gomez einleiten werden.

Laut Regel Nummer vier des Welt-Fußall-Verbands sind Werbebotschaften von Spielern auf dem Rasen unter Strafe gestellt. Wörtlich heißt es dort: „Spieler dürfen keine Unterwäsche mit Slogans oder Werbeaufschriften zur Schau tragen. Die vorgeschriebene Grundausrüstung darf keine politischen, religiösen oder persönlichen Botschaften aufweisen. Ein Spieler, der sein Hemd oder Trikot auszieht, um Slogans oder Werbeaufschriften zur Schau zu tragen, wird vom Ausrichter des betreffenden Wettbewerbs mit einer Strafe belegt.“

Interessante Zugabe: Das Schuhwerk eines Fußball-Profis gehört eindeutig zu dessen Grundausrüstung. Eine Bild.de-Fotogalerie erweckt den Eindruck, als ob Gomez eine Sonderanfertigung im Red-Bull-Look getragen hätte. Einige Presse-Fotos zeigen den Profi allerdings mit erlaubten Kicker-Stiefeln. Ob der Nationalstürmer während der Partie die Schuhe gewechselt hat, ist unklar. 

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