VZs verlieren deutlich, Facebook holt auf

Publishing Die aktuellsten Zahlen aus dem Google Ad Planner zeigen spannende Entwicklungen bei den Social Communities: Während SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ deutlich verlieren, kann Facebook als einziges großes Netzwerk Unique Visitors hinzugewinnen. Mit 4,20 Mio. Besuchern pro Monat verkürzt Facebook den Rückstand zur Konkurrenz merklich. Bemerkenswert sind auch die großen Gewinne der Auto-Websites. Alle großen Hersteller verzeichneten wegen der Abwrackprämie Besucheranstürme im Netz.

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Bevor wir zu den Automobil-Unternehmen kommen, widmen wir uns in der Analyse der Google-Ad-Planner-Zahlen aber den Social Communities. Facebook.com kam im Januar laut Googles Hochrechnungen auf 4,20 Mio. Unique Visitors aus Deutschland – ein Plus von 10,5% gegenüber dem Dezember und ein neuer Rekordwert. Damit sprang die Community im Ranking der populärsten deutschen Websites auf Platz 35. Noch haben die deutschen Konkurrenten einen Vorsprung, doch der schrumpft bedenklich. So lag SchülerVZ im Dezember mit 9,00 Mio. Unique Visitors noch 5,20 Mio. vor Facebook – im Januar schrumpfte dieser Abstand um satte 2,00 Mio. auf 3,20 Mio. SchülerVZ verlor nämlich 1,60 Mio. Besucher und liegt nun bei 7,40 Mio.

Auch die beiden anderen VZs, StudiVZ und MeinVZ verloren: StudiVZ fiel von 7,40 Mio. auf 6,70 Mio. Unique Visitors, MeinVZ von 3,50 Mio. auf 3,20 Mio. SchülerVZ fiel damit in unserem Ranking der Top-Websites Deutschlands von Platz 9 auf 15, StudiVZ von 15 auf 17 und MeinVZ von 48 auf 54. Ganz vorn bleibt wie immer ebay. Obwohl das Weihnachtsgeschäft die Zahlen des Auktionshauses beflügelt hatte, konnte man im Januar das Ergebnis halten: 21,00 Mio. Unique Visitors in Deutschland. Direkt dahinter folgt weiterhin die Wikipedia mit 19,00 Mio., sowie nun Yahoo mit 15,00 Mio. Deutlich verloren hat Mozilla.com, die Website des Firefox-Browsers – die Besucherströme schwanken dort immer sehr stark – je nachdem ob ein automatisches Firefox-Update die Nutzer auf die Seite führt, oder nicht. So sieht die deutsche Netz-Top-25 laut Google Ad Planner derzeit aus:

Ebenfalls deutlich verloren haben also MyVideo, die ProSiebenSat.1-Clip-Plattform, sowie Quelle.de. Ohnehin haben vor allem die Versandhäuser nach Ende des Weihnachtsgeschäfts deutlich Nutzer eingebüßt, auch Amazon.de verlor 3,00 Mio. Unique Visitors. In der zweiten Hälfte unseres Top-50-Rankings gibt es eindeutig mehr Gewinner als Verlierer. So gewannen meinestadt.de und mobile.de je 800.000 neue Unique Visitors, gutefrage.net legte um 700.000 zu. Auf den Plätzen 47 bis 49 gibt es zudem drei New Entries: StayFriends verbesserte sich von Platz 51 auf 47, Immobilienscout24 von 56 auf 48 und Focus Online von 61 auf 49:

Der Erfolg von mobile.de deutet schon an, dass die Abwrackprämie der Bundesregierung das Interesse der Deutschen für Autos deutlich erhöht hat. Auch journalistische Websites wie AutoBild.de (+46,8% auf nun 0,91 Mio.) und Auto-Motor-und-Sport.de (+34,6% auf nun 0,35 Mio.) legten deutlich zu. Besonders spektakulär sind allerdings die Zuwächse der Auto-Hersteller. Die potenzielle Kundschaft informierte sich offenbar vor dem anstehenden Autokauf intensiv im Netz. So verzeichneten 29 der 30 erfolgreichsten Automobilhersteller Deutschlands ihre Unique-Visitors-Zahlen, die meisten sogar um mehr als 100%. Besonders Hersteller günstiger Autos profitierten: So legte Dacia.de um sage und schreibe 644,2% zu und Kia.de um 259,0%. Bei Herstellern teurerer  Fahrzeuge schossen die Zahlen wesentlich vorsichtiger nach oben: Audi.de, Mercedes-Benz.de und BMW.de liegen bei einem Plus von 16,7% bis 36,8%, Porsche.com hatte im Januar 14,3% mehr Besucher aus Deutschland als im Dezember. Einziger Verlierer des Monats war Volvo. Die Top 20 der PKW-Hersteller-Websites sah wie folgt aus:

Die aktuelle Wirtschaftskrise zeigt sich im Übrigen nicht nur in Form der Abwrackprämie – auch die Zugriffszahlen der Jobvermittler steigen: Arbeitsagentur.de kletterte im Januar von 1,60 Mio. auf 2,60 Mio. Unique Visitors, Stepstone.de von 0,51 Mio. auf 0,82 Mio. und monster.de von 0,56 Mio. auf 0,83 Mio. – Zuwächse, über die man sich nicht wirklich freuen kann.

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