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Grosso-Zoff: auch Kleinverlage sind sauer

Neue Runde im Streit um neue Konditionen beim Presse-Grosso. Nachdem sich der Grosso-Verband mit Axel Springer, Burda, Klambt, Spiegel Verlag und dem Jahreszeiten-Verlag auf neue Konditionen geeinigt hat, beschweren sich nun die beiden kleineren Verlagshäuser Delius Klasing und Egmont Ehapa. "Über 1.800 Titel von 2.300 gehen bei dem Neuvorschlag des Grosso leer aus", klagt Olaf Kleinelanghorst, Verlagsleiter bei Delius Klasing.

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Egmont-Verlagsleiter Heinz O. Huber fürchtet gar, schlimmstenfalls Titel wegen den neuen Grosso-Konditionen einstellen zu müssen. Nicht nur die Kleinen sind wenig amüsiert über die Vorschläge, die vom Grosso vorgelegt wurden. Auch die beiden Großverlage Bauer und Gruner + Jahr halten das neue Grosso-Modell für inakzeptabel. Die kleinen und mittelständischen Verlage sowie G+J beschweren sich, weil sie durch die neuen Konditionen Monatstitel und Special-Interest-Titel auf der Verliererseite sehen. Die neuen Konditionen kämen vor allem hochauflagigen Wochentiteln zu Gute. Beim Bauer Verlag wiederum ärgert man sich, dass das Grosso weiterhin nichts die unliebsame Konkurrenz der ultrabilligen Wochen-Zeitschriften unternehmen will. Es gibt also noch reichlich Gesprächstoff für einen runden Tisch zwischen Verlagen und Grosso-Vertretern, zu dem Kulturstaatsminister Bernd Naumann Ende März einladen will.

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