Reader‘s Digest offenbar vor Pleite

Mal wieder bad News aus Amerika. Die Reader‘s Digest Association könnte kurz vor der Pleite stehen. Das Medienunternehmen hat die Anwaltskanzlei Kirkland & Ellis LLP angeheuert, um laut „New York Post“ möglicherweise einen geplanten Konkurs vorzubereiten. Reader‘s Digest wurde 2007 von der Investmentfirma Ripplewood Holding übernommen und ächzt unter hohen Schulden. Das Magazin „Reader‘s Digest“ erscheint auch in einer deutschen Ausgabe.

Anzeige

Die deutsche Ausgabe von „Reader‘s Digest“, früher unter dem Namen „Das Beste aus Reader‘s Digest“ erschienen, wird fast ausschließlich via Abo und sonstigen Verkäufen vertrieben und kommt immerhin noch auf über 800.000 verkaufte Exemplare. Welche Auswirkungen eine Pleite des US-Mutterunternehmens auf die deutsche Tochter hätte, ist unklar. Reader‘s Digest in den USA befindet sich schon seit längerem in schwerem Fahrwasser. CEO Mary Berner hat bereits im November 2008 weltweit 280 Mitarbeiter abgebaut, einen einwöchigen, unbezahlten Urlaub verordnet und Sozialleistungen gestrichen.

Das US-Unternehmen hat derzeit etwas über zwei Milliarden US-Dollar Schulden und wird von den Rating-Agenturen Moodys und Standard & Poors als „Junk“ bewertet, die niedrigste Rating-Stufe. Ripplewood hat Reader‘s Digest 2007 für rund 2,6 Milliarden US-Dollar übernommen. Eigentlich wollte der Verlag 2009 drei neue Magazine in den USA starten. Ob es dazu noch kommt, ist nun fraglich.

Reader‘s Digest ist dabei nicht nur ein Medien- sondern nicht zuletzt auch ein Direkt-Marketing-Unternehmen. Über die Abo-Kartei werden auch hierzulande zahlreiche Produkte wie Bücher, CDs, Videos und auch Finanzdienstleistungen verkauft.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige