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Die Messe-Highlights der CeBIT

Trotz Krise und Aussteller-Minus hat die größte Computermesse der Welt ihre Faszination nicht verloren – und mit Arnold Schwarzenegger in diesem Jahr sogar einen prominenten Partner gewonnen. Auch wenn es immer mehr um B2B-Lösungen und immer weniger um Technikspielzeug für die Massen geht: Gadgets und Geräte bleiben die Stars der Cebit. Wir zeigen die zehn größten Messe-Highlights direkt aus Hannover – vom PC in der Tastatur über das neue Google-Handy bis hin zum stromsparenden LCD-Fernseher.

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Highlight Nr. 1: Asus Eee Keyboard



Die Firma Asus, Mutter des Eee-PCs und damit Auslöser des weltweiten Netbook-Hypes, versucht sich mal wieder in der Erfindung einer neuen Produktkategorie und zeigt auf der Cebit diesen hübschen „Keyboard-PC“. Was aussieht wie eine aufgepeppte Designertastatur, ist in Wahrheit ein vollwertiger Rechner mit vorinstalliertem Windows XP. Bis zu 1,5 Stunden kann das Bild per Wireless-HDMI an einen Fernseher bzw. Monitor gefunkt werden. Alternativ oder ergänzend nutzt man das kleine Touchscreen-Display. Das Gerät soll bis zum Sommer zu einem Preis zwischen 400 und 600 Dollar in verschiedenen Versionen auf den Markt kommen.

Highlight Nr. 2: Toshiba RV635

Einen grünen Anstrich hatte die Cebit zwar schon im letzten Jahr – doch das Thema ist natürlich nach wie vor aktuell. Neben stromsparender IT stehen auch verbrauchsarme Fernseher hoch im Kurs. Toshiba stellt auf der Messe gar eine ganze Serie „Eco-TVs“ vor. Die neuen LCDs sollen bis zu 65 Prozent weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Geräte. Besonders effiziente Hintergrundbeleuchtung und ein Spezialfilm, der Lichtverluste eindämmt, sorgen für die Stromersparnis – und laut Hersteller wird dafür noch nicht einmal ein Aufpreis beim Kauf fällig. Die Spar-LCDs der Serie RV635 kommen ab Ende März in die Läden, in verschiedenen Größen und ab 800 Euro.

Highlight Nr. 3: HTC Magic



Nach Marktführer T-Mobile hat jetzt auch Vodafone sein eigenes Google-Handy im Programm: Das „Magic“ von HTC, deutlich leichter als T-Mobiles G1 und ohne Tastatur auskommend, ist das Top-Telefon auf der Messe. Nicht zuletzt, weil Arnie es – mit Video von Angie auf dem Display – in die Kameras hielt. Allerdings ist das Smartphone keine Cebit-Neuvorstellung. Premiere hatte das Gerät bereits auf dem World Mobile Congress in Barcelona. Die Handymesse im Februar läuft Hannover in Sachen Mobilfunk immer mehr den Rang ab. Branchengrößen wie Nokia und Motorola sucht man auf der Cebit dieses Jahr bereits vergeblich.


Highlight Nr.  4: Clarion Mind

Für alle, die auch auf der Schnellstraße nicht auf die Datenautobahn verzichten wollen: Der japanische Hersteller Clarion zeigt mit dem „Mind“, was für „Mobile Internet Navigation Device“ steht, ein Navi mit Internetzugang. Die Netzverbindung wird per WLAN innerhalb von Hotspots oder per Bluetooth über das Handy hergestellt. Im Inneren des mit einem üppigen 4,8-Zoll-Display versehenen Geräts arbeitet ein Intel Atom-Mobilprozessor. Auf dem 4 Gigabyte fassenden Flash-Speicher sind ein Linux-Betriebssystem sowie Firefox-Browser und Realplayer vorinstalliert. Der Autocomputer kostet etwa 650 Euro.


Highlight Nr. 5: Netgear MBR624GU

Zugegeben, dieses Kistchen ist nicht sexy. Sein Name, MBR624GU, auch nicht. Aber die Cebit ist ja auch nicht die CES oder die IFA, wo alle nur noch von Design und Gadgets sprechen. Die Cebit besteht schon immer aus ganz vielen solcher Kistchen – IT eben. Doch auch die hat es in sich. Bestes Beispiel ist dieser Netgear-Router: Er ermöglicht es, sich an nahezu jedem Ort einen eigenen WLAN-Hotspot einzurichten, dank eingebautem UMTS-Modul. Der Preis ist noch offen.


Highlight Nr. 6: Acer K10

Schon seit vielen Cebits kündigen die Hersteller den baldigen Durchbruch für neue Mini-Projektoren an, ermöglicht durch strom- und vor allem platzsparende LEDs, die Halogen-Lampen überflüssig machen sollen. Jetzt kommt Acer als einer der ersten Hersteller tatsächlich mit einem solchen Kompakt-Beamer. Das Gerät ist mit 550 Gramm außergewöhnlich leicht und nimmt trotz üppiger Ausstattung kaum mehr Stellfläche als eine CD-Hülle in Anspruch.  Die maximale Auflösung beträgt dafür aber auch nur 800 x 600 Bildpunkte. Reicht für mobile Präsentationen in kleiner Runde aber allemal. Kostenpunkt: Etwa 600 Euro.


Highlight Nr. 7: MSI Windbox



Was ist an der Rückseite dieses Monitors so spannend? Wer genau hinsieht, erkennt vielleicht: Da klebt irgend etwas dran. Worauf man eher nicht kommt: Das „Etwas“ ist ein ganzer Computer! Die „Windbox“ von MSI inklusive Atom-Prozessor, 1 Gigabyte Speicher und sogar drei USB-Anschlüssen ist so kompakt gebaut, dass sie sich problemlos mit einem Flachbildschirm paaren kann. Schafft Platz auf kleinen Schreibtischen und nutzt den toten Raum hinter dem Monitor. Der Preis ist noch nicht bekannt.


Highlight Nr. 8: Dell Inspiron 10

Die Cebit ist voll von Netbooks, die in Sachen Features kaum voneinander zu unterscheiden sind – da alle das selbe Intel-Innenleben, den Mini-Prozessor Atom, haben. Dells neustes Schmuckstück aus diesem Bereich, der Inspiron Mini 10, versucht sich von der Masse farbenfroh abzuheben. Das mit HDMI-Ausgang, TV-Tuner, 16:9-Display und 160-GB-Festplatte gut ausgestattete Gerät ist in sechs verschiedenen Gehäusefarben ab sofort erhältlich – für unter 400 Euro.


Highlight Nr. 9: Garmin Nüvi 1210

Garmin geht neue Wege: Endlich gibt es auch für Fußgänger eine gute Navigation. Bislang wurden die von vielen Geräten nämlich auch mal auf Autobahnen geschickt und an Fußgängerzonen und Parks weiträumig vorbei gelotst. Mit den Navis Nüvi 1210 und Nüvi 1310 soll sich das ändern. In die Berechnung der Fußgängerroute werden sogar öffentliche Verkehrsmittel mit einbezogen. Innerhalb vieler Ballungsräume können sich Nutzer die Fahrtzeiten von Bussen und Bahnen anzeigen lassen. Radwege und Sehenswürdigkeiten werden auch berücksichtigt. Hat man sich schließlich lange genug umweltfreundlich fortbewegt, funktionieren die Navis natürlich auch wieder wie gewohnt im Auto. Die Geräte liegen im Einsteigersegment und werden voraussichtlich ab etwa 140 Euro erhältlich sein.


Highlight Nr. 10:Olympus mju Tough 8000

Endlich wieder da: Coole Outdoor-Produkte. Jahrelang waren sie verpönt, galten als 90er-Jahre-Relikt. Doch Olympus beweist mit dieser Messeneuheit: Eine Digicam kann robust sein und trotzdem schön aussehen. Bis zu zehn Meter Tiefe Tauchgänge sind mit dem 12-Megapixel-Modell möglich, Stöße überlebt es aus maximal zwei Meter. Dazu soll die Kamera bis zu 100 Kilogramm Gewicht ohne Bruch aushalten und frostsicher bis minus zehn Grad sein. Der Preis liegt bei etwa 350 Euro.


Und zum Schluss noch eine „Perle der Ceibt“: der erste Safe für Server

Das große Thema der Cebit dieses Jahr ist „Cloud Computing“. Aber deswegen gleich alle Server abschaffen und hoch sensible Daten einfach der nebulösen Wolke anvertrauen? Viel zu riskant, warnen Experten. Wer seine Daten liebt, der sperrt sie ein! Mithilfe dieser
Cebit-Neuheit, einer Firewall der ganz alten Schule. An den feuerfesten „ServerSafe“-Boxen der Firma Format Tresorbau aus Hessisch Lichtenau verzweifeln Panzerknacker genauso wie Feuerteufel. Selbst der Terminator hätte wohl so seine Probleme, die mit Bewegungsmeldern und Erschütterungssendern ausgestattete Kiste zu überlisten. Existenzrettend, so verspricht der Hersteller, wirkt sich der Safe auch bei Wasserschäden aus. Gut zu wissen, dass es noch so bodenständige IT-Sicherheit gibt – falls der Cloud irgendwann doch mal Wolkenbruch droht.

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