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Apple bringt die „Rezessions-Macs“

Endlich: Nach der dünnen Keynote im Januar, auf der kaum neue Produkte vorgestellt wurden, hat das Kult-Unternehmen aus Cupertino nun eine Generalüberholung der Macintosh-Computer vorgenommen. Gleich drei Geräte wurden überarbeitet – der Kleinstcomputer Mac mini, das Profi-Modell Mac Pro und der Kassenschlager iMac. Apple-Kunden bekommen deutlich mehr Leistung fürs gleiche oder weniger Geld – nur der Mac mini wurde teurer. Einen optischen Komplett-Relaunch nahm Apple jedoch nicht vor.

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Mit Vollpower gegen die Krise: Der Computerhersteller Apple hat gestern seine überfällige Aktualisierung der Desktop-Familie vorgenommen. Es wurde auch Zeit: Das letzte Upgrade des Kassenschlagers iMac ist eineinhalb Jahre her – Mac Pro und Mac mini gar über zwei Jahre.

Nicht per glamouröser Keynote oder wenigstens Haus-Präsentation wurden die neuen Produkte gestern – am Apple-Dienstag, an dem das Kult-Unternehmen traditionell über Neuheiten informiert oder sie vorstellt – angekündigt, sondern schlicht per Pressemeldung.

Evolution, nicht Revolution: Macs unter der Oberfläche aktualisiert

Das liegt in erster Linie daran, dass Apple auf den ersten Blick nichts Revolutionäres präsentiert hat – die Macs kommen immer noch im selben Design daher. Unter der Oberfläche aber ist einiges passiert: Alle iMac-Modelle warten mit schnelleren Prozessoren und doppeltem Arbeitsspeicher auf.  Das Profi-Modell MacPro ist mit Intels „Nehalem“ Xeon Prozessoren gar im Idealfall doppelt so schnell ist wie das Vorgängermodell.

Und dann ist da noch das Einsteigermodell Mac mini, über dessen Ableben schon spekuliert wurde, nachdem Apple lange Zeit keine Upgrades vorgenommen hatte. Der Mac mini kann nun deutlich mehr als sein mitunter etwas angestrengtes Vorgängermodell.
Mac mini erhält Generalüberholung – und wird 100 Euro teurer

Nun glänzt Apples Kleinstrechner mit Core-2-Duo-Prozessor mit zwei Gigahertz, bis zu 4GB DDR3 1066 MHz Arbeitsspeicher, bis zu 320 GB Serial ATA-Festplattenkapazität, fünf USB-2.0-Anschlüssen, FireWire 800 und einem SuperDrive. Dank des integrierten NVIDIA 9400M Grafikprozessors soll sogar eine bis zu fünfmal schnellere Grafikbeschleunigung drin sein. Auch ein Fortschritt: Durch die Dual Display-Unterstützung können zwei Monitore angeschlossen werden.

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So viel Leistung hat ihren Preis: 599 statt 499 Euro kostet das Einsteigermodell in der Ausführung mit 120 GB Festplatte und 1 GB Arbeitspeicher. Mehr Power und Speicher bekommt man für 200 Euro Aufpreis – nämlich bereits 2 GB RAM und eine Festplatte mit 320 GB.  
„Apples neue Macs sind ein Schnäppchen“

Die anderen beiden Mac-Modelle jedoch wurden sogar günstiger. So ist der 20″-iMac bereits für 1.099 Euro erhältlich, während das 24″-Modell nun ab 1.399 Euro über die Ladentische geht – dem früheren Preis der 20″-Version. Der Mac Pro ist in der Quad Core-Version bei 2.299 Euro gar 300 Euro billiger als zuvor.

Es ist also auch diesmal so: Wie bei Upgrades zu erwarten, bekommt der Kunde – bis auf die Ausnahme des Mac minis – mehr fürs gleiche oder weniger Geld. „In diesen Tagen sind Apples neue Macs nicht schneller und glänzender – sie sind auch noch ein Schnäppchen“, freute sich „Wall Street Journal“-Tech Reporter John Paczkowski im Blog „All things digital“.

Ob das an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq gelistete Unternehmen der enormen Konjunkturkrise mit seinen „Rezessions-Macs“ trotzen kann, bleibt indes abzuwarten. Im Januar erst hatten Marktforscher erstmals seit sieben Jahren einen Rückgang bei Mac-Absätzen festgestellt.

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