Facebook-User sollen über AGBs abstimmen

Basisdemokratischer Schwenk bei Facebook: Das Social Network will seine User künftig über Veränderungen der AGBs abstimmen lassen. Diese Kehrtwende in der Firmenpolitik vollzieht Facebook nach dem veritablen PR-Fiasko, das durch die Einführung neuer Facebook-AGBs vor wenigen Wochen ausgelöst wurde. Mit dem neuen Modell wolle Facebook "offener und transparenter werden". Mindestens 30 Prozent der Facebook-User müssen zum Inkrafttreten der AGBs zustimmen.

Anzeige

Es ging schnell: Nur zehn Tage nach der massiven Empörung über die veränderten Nutzungsbedingungen und deren umgehende Rücknahme hat das boomende Social Network aus dem Silicon Valley reagiert. Zwei Regelentwürfe hat Facebook vorgelegt, über die nun bis Ende März abgestimmt  werden sollen.  

Die Facebook Prinzipien“ und „Rechte und Pflichten“ heißen die Dokumente, die gestern von Mark Zuckerberg vorgestellt wurden. Ab einer Beteiligung von 30 Prozent der Nutzer sollen die Abstimmungsergebnisse bindend sein.

„Keine Änderungen mehr ohne Facebook-Nutzer“

„Wir wollen damit auch klarstellen, dass es von jetzt an keine Änderungen mehr geben wird, ohne dass die Facebook-Nutzer involviert sein werden“, sagte Facebooks Kommunikations-Chef Elliot Schrage gegenüber dem „Handelsblatt“.

In der Praxis jedoch bleibt Facebook durchaus bei seinem alten Rechte-Verständnis. So heißt es etwa im Absatz der „Rechte und Pflichten“ zu Inhalten wie Fotos und Videos: „You grant us a non-exclusive, transferable, sub-licensable, royalty-free, worldwide license to use, copy, publicly perform or display, distribute, modify, translate, and create derivative works of („use“) any content you post on or in connection with Facebook. Immerhin – und das ist neu: „This license ends when you delete your content or your account.“

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige