ProSieben verkauft Billiger.de teuer

Der erste große Web-Deal des Jahres ist perfekt: ProSiebenSat1 verkauft die Preissuchmaschine Billiger.de für zehn Millionen Euro an ein Konsortium aus elf Telefonbuchverlagen. Darunter unter anderem der Josef Keller Verlag aus Berg, der Heise-Verlag aus Hannover und der Telefonbuchverlag Hans Müller aus Nürnberg. Bislang hielt die TV-Gruppe einen Anteil von 75 Prozent an dem Shopping-Portal. Gründer und Geschäftsführer Urs Keller wird das Unternehmen verlassen.

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Der Deal ist bereits Mitte Februar abschlossen worden. Nach Messungen der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) erreichte Billiger.de im dritten Quartal 2008 2,56 Millionen Unique User im Monat. Damit zählt die Seite zu den beliebtesten Produktsuchern in Deutschland.
Das Web-Portal wurde 2004 von den ehemaligen Web.de-Managern Lars Bauer und Urs Keller gegründet. Anfang 2007 stieg dann die ProSiebenSat1. AG mit einem Anteil von 75 Prozent bei der Karlsruher Firma ein. Die restlichen 25 Prozent blieben in den Händen der Gründer. Der TV-Konzern hielt zwar eine Option auf die verbliebenen Anteile, wird diese nun aber nicht mehr wahrnehmen.

Mit dem Verkauf der Plattform scheidet auch Gründer Urs Keller aus dem Unternehmen aus. Er will sich, nach Informationen von Deutsche-Startups.de, verstärkt als Business Angel engagieren. Sein Partner Lars Bauer bleibt jedoch als Geschäftsführer an Bord.

ProSiebenSat1. gibt den Preisvergleicher ab, weil er nicht ins Beteiligungs-Portfolio der Münchner gepasst haben soll. Über ihre Internet-Tochter SevenOne Intermedia kontrolliert die Aktiengesellschaft bereits unter anderem das Social Network Lokalisten.de, das Clip-Portal MyVideo.de oder das Frauennetzwerk Fem.de. 

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