Welike: Otto finanziert neue Community

Geschmack verbindet. Daran glaubt zumindest das Hamburger Start-up Welike. Das Portal bezeichnet sich selbst als „Social Entertainment Discovery Network – das persönliche Navigationssystem für die Welt der Musik, Filme und Bücher im Internet.“ Seit wenigen Tagen ist die Plattform „mit expotentiell steigen Nutzerzahlen online“, wie Geschäftsführer Björn Mathes stolz verkündet. Finanziert wird das Portal vom Hamburger Medienunternehmer Frank Otto.

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Die grundsätzliche Idee hinter der Seite folgt der typischen Logik vieler neuer Web2.0-Angebote: Die Nutzer geben ihren Buch-, Musik- und Film-Geschmack an und können sich dann mit Gleichgesinnten vernetzen. „Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir unseren Nutzer passend zu ihren Lieblings-Produkten wunderbare Empfehlungen liefern können. Dabei orientieren wir uns nicht – wie beispielsweise Amazon – an der Kaufhistorie eines Kunden, sondern am emotionalen Profil der Nutzer“, sagt Mathes gegenüber MEEDIA. Die empfohlenen Produkte können die Mitglieder dann direkt über die Welike-Seite bei diversen Partner-Shops kaufen.

Gleich zu Beginn der offenen Betaphase konnte das Start-up einen kräftigen Besucher-Boom verzeichnen. Verantwortlich dafür war ein Oscar-Blog, dass ProSieben-Moderator Steven Gätjen live aus Hollywood bestückte. „Das zeigt einen weiteren wichtigen Punkt in unserem Profil. Wir wollen immer wieder mit Promis zusammen arbeiten“, sagt Mathes. So sind bereits heute schon Ariane Sommer und Patrick Nuo Mitglied bei Welike. Aber auch Seed-Investor Frank Otto hat ein eignes Profil.

Die Verbindungen zum Musikbusiness sind im ganzen sechsköpfigen Gründerteam sehr eng. Neben Mathes, der zusammen mit Otto auch ferryhouse productions, einen Mix aus Label und Beteiligungsgesellschaft, betreibt, ist beispielsweise auch ehemalige Warner und AOL-Manager Boris Rogosch an Bord.

Mathes glaubt nicht, dass der Start der Community – viele Monate auch dem Ende des Web2.0-Booms – zu spät kommt. „Wirtschaftlich befinden wir uns gerade in einem Tal. Aber wir glauben daran, dass man antizyklisch handeln muss. Wir haben genug Luft, um so lange durchzuhalten, bis die nächst Welle uns Mittragen kann.“

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