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Twitter-Gründer wollen nicht verkaufen

Damit dürften die Gerüchte – zumindest für kurze Zeit – erst einmal verstummen: Twitter-Gründer Biz Stone will nicht an Google verkaufen. „Unser Ziel ist ein starkes, unabhängiges Unternehmen um das Twitter-Konzept herum zu bauen", zitiert die FAZ den CEO des Microblogging-Dienstes. Stone reagiert damit auf die seit Sonntag immer stärker zunehmenden Spekulationen, dass Google ein ernsthaftes Interesse hätte, das aktuell wohl heißeste Start-up im Valley zu kaufen.

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Mittlerweile teilt sich vor allem die Blogosphäre in zwei Hälften. Die einen halten einen Google-Kauf für wahrscheinlich. Ihre Argumente: Noch ist Twitter erschwinglich und das Start-up passt perfekt in das Portfolio der Suchmaschine. Zudem würde Google einen potentiellen Konkurrenten schlucken, bevor ihn ein ernsthafter Rivale wie Microsoft kauft.

Noch wäre Twitter wohl erschwinglich. Bereits vor Monaten hatte Stone und seine Kollegen ein Übernahme-Angebot von Facebook abgelehnt. Das Social Network bewertete den Microblogging-Dienst damals mit 500 Millionen Dollar. Mittlerweile dürfte sich der Preis annähernd verdoppelt haben. In der US-Webwelt wird Twitter bereits als „Billion-Dollar-Business“ bezeichnet. Ein Preis, den Google locker stemmen könnte.

Die andere Blogger-Hälfte glaubt nicht an einen Twitter-Verkauf. Das Top-Gegenargument: Das Start-up hat gerade über 35 Millionen Dollar an frischem Kapital bekommen. Es gibt keinen Grund zu verkaufen. Gäbe es Verhandlungen, dann hätten die Besitzer einen Teufel getan und über die neue Finanzierungsrunde noch weiter Anteilseigner ins Boot geholt.

Genaue Angaben über die Anzahl seiner Nutzer macht Twitter nicht. Bekannt ist allerdings, dass der Microblogging-Dienst im vergangenen Jahr seine Mitglieder um 900 Prozent steigern konnte. „Deutschland ist für Twitter das viertgrößte Land außerhalb der Vereinigten Staaten“, sagte Stone gegenüber der FAZ. Schätzungen gehen aktuell über sechs Millionen aktiven Usern aus.

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