Drittschlechteste Echo-Quoten aller Zeiten

Sehr durchwachsenes Comeback für die Echo-Verleihung im Ersten: 3,07 Mio. sahen insgesamt nur zu, darunter 1,49 Mio. 14- bis 49-Jährige. Nur 2005 und 2007 gab es bei RTL noch schlechtere Zahlen, in den ARD-Jahren 1997 bis 2000 lagen sie immer darüber. Gescheitert ist der Echo vor allem am vorigen Rehteinhaber RTL, der mit "Deutschland sucht den Superstar" und "Die 10 witzigsten TV-Castings" sowohl im Gesamtpublikum als auch bei den jungen Zuschauern vor dem Ersten lag.

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5,38 Mio. schalteten „DSDS“ um 20.15 Uhr ein, darunter 3,23 Mio. 14- bis 49-Jährige. Im Gesamtpublikum schob sich auch das ZDF mit seiner Karnevals-Show „Typisch Kölsch“ noch vor das Erste: 5,35 Mio. sahen dort zu. Besonders bitter für die ARD: Selbst morgens um 11 Uhr hatte der Sender mehr Zuschauer als in der Prime Time. Die Biathlon-Staffel der Damen erreichte bei der WM grandiose 4,17 Mio. Fans und einen Marktanteil von 39,8%. Auch das Skispringen der Nordischen Ski-WM platzierte sich in den Tages-Charts noch vor dem Echo: mit 3,20 Mio. Zuschauern um 16 Uhr. Auch an der Spitze des Samstags-Rankings finden sich mit der 20-Uhr-„Tagesschau“ (6,71 Mio.) und der Bundesliga-„Sportschau“ (6,15 Mio.) ARD-Programme, erst die Echo-Verleihung riss die Zahlen des Ersten um 20.15 Uhr in die Tiefe. Mit 10,6% können die ARD-Oberen im Gesamtpublikum auf keinen Fall zufrieden sein.

Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es für den Echo immerhin 13,1% und damit einen Marktanteil, der deutlich über dem ARD-Normalniveau liegt, doch in den Tages-Charts reichen die 1,49 Mio. eben auch nur für einen sechsten Platz. Gewonnen haben hier wie erwähnt „Deutschland sucht den Superstar“ und „Die 10 witzigsten TV-Castings“ – mit 3,23 Mio. bzw. 2,66 Mio. jungen Zuschauern. Vor die Echo-Verleihung schoben sich zudem noch die Bundesliga-„Sportschau“ (1,80 Mio.), die 20-Uhr-„Tagesschau“ (1,71 Mio.) und das „World of Comedy Spezial“ von RTL (1,54 Mio.).

Überhaupt keine Chance hatten am Samstagabend Sat.1 und ProSieben. Sat.1 blieb mit dem ehemaligen Quotenhit „Jumanji“ gegen die große Show-Konkurrenz bei einem schwachen Zielgruppen-Marktanteil von 9,1% hängen, ProSieben erreichte mit „Im Feuer“ gar nur 7,6%. Damit landete der Sender auf dem wichtigen 20.15-Uhr-Sendeplatz sogar hinter kabel eins, wo Altmeister James Bond mit „Diamantenfieber“ auf grandiose 8,3% kam – 0,97 Mio. wollten den Agentenfilm sehen. Auch Vox kann sich nicht beschweren: Mit 0,89 Mio. und 7,6% liegt „Auf Messers Schneide – Rivalen am Abgrund“ um 20.15 Uhr haargenau auf dem diesmaligen ProSieben-Niveau, das für Vox zumindest solides Mittelmaß bedeutet.

Untergegangen ist neben Sat.1 und ProSieben auch RTL II: „Big Brother“ holte um 19 Uhr noch ordentliche 6,3%, doch um 20.15 Uhr krachte „Will Smith: Ali“ auf desaströse 3,8% herunter. Mit 0,43 Mio. 14- bis 49-Jährigen landete der Film nur auf Platz 79 des Samstags-Rankings und damit auch hinter den stärksten Programmen der kleineren Sender. So schob sich Super RTL gleich mit zwei Sendungen davor: „Hotel Zack & Cody“ holte um 19.45 Uhr starke 4,6%, „Der total verrückte Bugs Bunny Film“ um 20.15 Uhr immerhin noch 3,7%.

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