Das neue FAZ-Finanzportal ist online

Der Anspruch ist gewaltig: „Noch in diesem Jahr wollen wir das reichweitenstärkste Finanzportal Deutschlands sein“, formulierte FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan die ehrgeizige Zielsetzung für seine neue Geld-Plattform. Jetzt ist das Angebot in einer offenen Betaversion online und es lässt sich bereits heute absehen: Trevisan könnte sein Ziel erreichen. Das neue Angebot wirkt seriös und bietet viele Text- sowie Zahlen-Inhalte. Einziges Manko: Die Web2.0-Elemente kommen zu kurz.

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Der Anspruch ist gewaltig: „Noch in diesem Jahr wollen wir das reichweitenstärkste Finanzportal Deutschlands sein“, formulierte FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan die ehrgeizige Zielsetzung für seine neue Geld-Plattform. Jetzt ist das Angebot in einer offenen Betaversion online und es lässt sich bereits heute absehen: Trevisan könnte sein Ziel erreichen. Das neue Angebot wirkt seriös und bietet viele Text- sowie Zahlen-Inhalte. Einziges Manko: Die Web2.0-Elemente kommen zu kurz.
Konzipiert ist die Seite jedoch nicht als reines Börsenportal, sondern als klassische Allfinanzplattform, die ein breites Themenfeld von Steuerfragen über Immobilien, Altersvorsorge bis zur Vermögensplanung abdecken soll. „Zweitens bieten wir zu den redaktionellen Inhalten und Daten auch Beratungsapplikationen. Sie erlauben es, die persönliche Finanzplanung selbst zu erstellen. Da verbinden wir Information und Beratung, als neutraler Verlag“, sagte Trevisan in einem Interview mit dem Bernetblog. „Immer mehr Kauf- und Anlageentscheide werden im Internet vorbereitet, und hier ist die „FAZ“ ein äußerst glaubwürdiger Anbieter.“
Den Anspruch glaubwürdig zu erscheinen, erfüllt das neue Portal. Die Seite wirkt in ihren grau, weiß und blauen Farben hoch seriös. Dazu überzeugt sie direkt auf der Startseite mit sehr viel Text-Inhalt. Alle wichtigen Kennzahlen wie Dax etc. sind zwar direkt auf der Startseite zu sehen, stehen aber nicht im Mittelpunkt. Unterteilt ist das Angebot in die Rubriken „Wirtschaft & Konjunktur“, „Börse & Anlage“, „Versicherung & Vorsorge“, „Immobilien & Finanzierung“, „Steuern & Recht“ und „Tools“. Hinter dem Begriff „Tools“ verbirgt sich ein Wunderland für Rechner-Fetischisten. So gibt es Sparbrief- oder Rendite- oder Hypotheken-Rechner. Aber auch eine eigene Portfolio-Watchlist versteckt sich hinter dem Navigationspunkt „Tools“. Die User sollen sich über das Portal informieren, aber auch gleich ihre Anlagen verwalten und sogar neue Produkte kaufen.

Das Geld-Portal soll sich für die Frankfurter aber auch lohnen. Durch den Start hoffen sie auf eine weitere Einnahme-Quelle. So glaubt Trevisan laut „Spiegel“, dass „der Verkauf von Bannerwerbung allein wohl kaum ausreicht, um Online-Auftritte von Zeitungen zu einem attraktiven Geschäft zu entwickeln.
Darüber hinaus ist das Projekt so clever konzipiert, dass es über eine Mandantenlösung noch weitere Synergie-Effekte birgt. So können andere Anbieter das System – als White Label-Lösung – problemlos übernehmen und integrieren. Mit T-Online ist bereits ein erster Kunde gewonnen. „Im Moment sind wir in Verhandlungen mit weiteren Portalen – mein Ziel: Noch in diesem Jahr wollen wir das reichweitenstärkste Finanzportal Deutschlands sein.“
Größtes Manko des neuen Angebotes ist das Fehlen der meisten Web2.0-Angeobte. Es gibt keine Möglichkeiten sich mit anderen Nutzern auszutauschen und man kann auch nicht bewerten oder kommentieren. Gerade im Finanzsektor sind Angebote und Features, die mit der Weisheit der vielen spielen, doch höchst reizvoll.
>> Carta
>> Fazfinance.net

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