Berliner Verlag: Rohloff beerbt Depenbrock

DuMont bereitet die Übernahme vor und gewinnt Medienmanager Oliver Rohloff als neuen Geschäftsführer des Berliner Verlags. Nach Informationen von MEEDIA haben sich die Kölner mit dem 41-Jährigen über die Vertragsinhalte geeinigt. Dieser folgt damit auf Josef Depenbrock, der vor allem in der Redaktion heftig umstritten war. Rohloff ist derzeit noch Vorsitzender der Geschäftsführung des Zeitungsverlags Aachen und war beim Berliner Verlag bis 2005 Finanzchef.

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Der 41-jährige Rohloff war bereits in der Vergangenheit für den Berliner Verlag tätig. Bis 2005 war er Verlagsgeschäftsführer und verantwortete die Ressorts Finanzen, Technik, Verwaltung, Personal und Recht. Anschließend heuerte er beim Zeitungsverlag Aachen an, wo er inzwischen Vorsitzender der Geschäftsführung ist. Seine Karriere startete der studierte Betriebswirt bei Bertelsmann Arvato, als Assistent des Bereichsvorstandes.

Bei DuMont wollte man auf MEEDIA-Anfrage kein Kommentar zu der Personalie geben. Man verwies lediglich auf den 9. März. Dann soll der Verkauf des Berliner Verlags und der „Hamburger Morgenpost“ durch die Hauptversammlung der Mecom-Gruppe bestätigt werden. Der Zeitungsverlag Aachen war ebenso zu keiner Stellungnahme bereit. Oliver Rohloff sei ausser Haus und seine Assistentin sei ebenfalls erst morgen zu erreichen. Verlagsnahe Kreise bestätigten jedoch, dass der Personalwechsel beschlossene Sache ist.

Experten rechnen damit, dass DuMont bereits am Tag nach der Mecom-Hauptversammlung mit einem fertigen Bauplan für die Zukäufe aufwartet. Der auflagenstärkste Titel des Verlags, die „Berliner Zeitung“, konnte beim Gesamtverkauf Ende letzten Jahres wieder etwas an Boden gutmachen und lag im vierten Quartal 2008 bei 172.874 Exemplaren.

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