AGB: Facebook rudert zurück – erst mal

Entwarnung für aufgebrachte Facebook-User: Das boomende Social Network hat sich dem enormen User-Ansturm gebeugt und seine umstrittenen Änderungen der Nutzungsbedingungen zurückgenommen – zumindest für den Moment. Doch Facebook-Fans sollten sich nicht zu früh freuen: Man arbeite an einer kompletten Überholung der Nutzungsbedingungen, teilte Unternehmensgründer Mark Zuckerberg im Firmenblog mit.

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Es sind die schwersten Stunden in einer noch jungen Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Pünktlich zum fünften Bestehens änderte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die Nutzungsbedingungen, ohne viel Aufhebens zu machen.

Erst 12 Tage später bemerkte die Medienlandschaft die gerade mal 207 Zeichen umfassende Aktualisierung der AGB. Die jedoch hatte es in sich, wie es etwa das Portal „The Comsumerist“ auf den Punkt brachte: „Facebooks neue Nutzungsbedingungen: Wir können alles mit Euren Inhalten machen, was wir wollen. Für immer“.

Veränderte Facebook-AGB: Sturm der Entrüstung

Danach brach im Web, bei Twitter und in der Blogosphäre der Sturm der Entrüstung los: „Es ist ziemlich schwierig, einem Unternehmen zu trauen, das die Rechte seiner Nutzer, an die man sich gewöhnt hat, nun beschneidet“, fand etwa TechCrunch-Redakteur Erick Schonfeld.


Vor allem jedoch Facebook-Nutzer liefen Amok: Schnell wurde eine Protest-Gruppe namens „People Against the new Terms of Service (TOS)“ gegründet, die binnen zweier Tage auf über 60.000-Mitglieder wuchs und mehr als 1000 wütende Posts absetzte.

Prostestierende Facebooker triumphieren: „People power wins the day!!!“

Die letzten davon tragen jedoch eine hocherfreute Note: „People power wins the day!!!“ frohlockte etwa ein Facebooker aus London. Denn genau das ist die Nachricht der Nacht: Mark Zuckerberg hat tatsächlich zurückgerudert. 

Heute Morgen wachten Facebook-User mit einer überraschenden Mitteilung auf ihrer Startseite auf, die ziemlich nach einem Eingeständnis klingt: „Während der letzten Tage haben wir viel Feedback zu unseren neuen Nutzungsbedingungen erhalten, die wir vor zwei Wochen veröffentlicht haben. Wegen dieser Reaktionen haben wir uns entschieden, unsere bisherigen Nutzungsbedingungen wiederherzustellen, während wir versuchen, den Einwänden der Leute Rechnung zu tragen.“

„Substanzielle Überarbeitung in der nächsten Version“

Allerdings: Das ist der Stand für den Moment. Eine Komplettüberholung der Nutzungsbedingungen ist nämlich bereits in Arbeit, wie Zuckerberg im Unternehmensblog  erklärte: „Die nächste Version wird eine substanzielle Überarbeitung davon sein, wo wir jetzt stehen“, machte  der 24-Jährige deutlich.

Facebook-Nutzer sollten bei der Ausgestaltung der neuen AGB „viel Einfluss“ haben:  „Ich freue mich auf Eure Anregungen“, ermunterte der omnipräsente CEO die inzwischen 175 Millionen Nutzer.

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