MTV-Mutter Viacom: 70% weniger Gewinn

Wie sollte es anders sein: Nach Disney und News Corp. wurde auch Viacom mit voller Wucht von der Finanzmarktkrise getroffen. Der US-Medienkonzern musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang um ein Drittel hinnehmen. Im vierten Quartal brachen die Erträge durch Restrukturierungskosten gar um 70 Prozent ein. Der Umsatz stagnierte unterdessen. Besonders hart traf der Abschwung die Filmsparte, aber auch die Gewinne im TV-Geschäft halbierten sich.

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Sumner Redstone ist ein Mann der klaren Worte. „Viacoms Ergebnisse, wie die fast jedes Unternehmen auf dem Erdball, reflektieren die harten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, erklärte der Gründer des US-Medienkonzerns nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen im anschließenden Conference Call.

„Ohne jede Frage befinden wir uns im ausgeprägtesten Abschwung seit mindestens einer Generation. Wahrscheinlich bin ich hier sogar der einzige, der sich an schlimmere Zeiten erinnern kann“, merkte der bereits 85-jährige mit Blick auf die schwere Wirtschaftskrise der 30er-Jahre an.

Immerhin: Viacom (MTV, BET, Nickelodeon, Paramount und Dreamworks Pictures) schreibt noch schwarze Zahlen. 173 Millionen Dollar verdiente der renommierte US-Medienkonzern im Dreimonatszeitraum Oktober bis Dezember – das sind allerdings happige 70 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum.

Den Löwenanteil daran machten mit 454 Millionen Dollar Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen aus. Besonders hart traf der Einbruch die Filmsparte, deren Gewinne um 80 Prozent nachgaben. Aber auch die Erträge im TV-Geschäft halbierten sich.

Der Umsatz stagnierte unterdessen bei 4,24 Milliarden Dollar. Die Börse verzieh Viacom die enttäuschenden Quartalszahlen und schickte die angeschlagene Aktie, die im laufenden Jahr bereits 15 Prozent verloren hatte, um 4 Prozent nach oben.

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