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Werden Medien-Inhalte immer weniger wert?

Jahrelang hieß es im Mediengeschäft „Content is king“. Aber in einer Zeit, in der die weltweite Wirtschaftkrise vieles in Frage stellt, scheint auch das nicht mehr zu gelten. So sieht es zumindestens in den USA aus.  In den letzten Tage ist der Aktienkurs von TimeWarner, noch immer (aber bald nicht mehr) der größte Medienkonzern der […]

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Jahrelang hieß es im Mediengeschäft „Content is king“. Aber in einer Zeit, in der die weltweite Wirtschaftkrise vieles in Frage stellt, scheint auch das nicht mehr zu gelten. So sieht es zumindestens in den USA aus. 
In den letzten Tage ist der Aktienkurs von TimeWarner, noch immer (aber bald nicht mehr) der größte Medienkonzern der Welt, um 7 % eingebrochen. Der Grund: ein Analyst von Sanford C. Bernstein hat die Aktien der Mutter vom Zeitschriftenhaus Time Inc., Filmstudio Warner Bros. und Pay TV-Sender HBO von „outperform“ auf „market perform“ abgewertet.  
Seine These: wenn Time Warner in diesem Quartal sein Kabelgeschäft Time Warner Cable abspaltet und damit den Status der größten Mediencompany der Welt verliert, basiert die Company in der Gesamtheit zu sehr auf dem Content-Business. 

Nun mag man sich wundern, wie in der heutigen Zeit je ein Analyst zu der Einschätzung kommen konnte, dass die Performance eines Medienkonzerns die des Markts übertreffen könnte. Wichtiger ist aber die Frage, ob Medieninhalte nicht mehr so hoch eingeschätzt werden wie früher. 
Dazu passt, dass das Time Magazine in der gleichen Ausgabe, in der sie mit der etwas fragwürdigen Titelgeschichte über die vermeintliche Rettung der Zeitungen mit Hilfe von Micro-Payment aufmacht, einen Anschluß-Artikel mit der Headline Content, Once King, Becomes A Pauper (pauper = Armer, Sozialempfänger) bringt.  
Dort heißt es: „The value of content…has always been directly tied to what owners could get for it – either through advertisers or subscribers. Content is rapidly being devalued. The first people to press that case are accountants. They have insisted that companies from News Corporation to The New York Times to Time Warner to CBS write-down tens of billions of dollars in assets.“ 
Dann spricht der Artikel über die unsicheren Zukunftsaussichten der Zeitungen und stellt fest, dass es der Film- und Fernseh-Industrie offensichtlich nicht gelingt, im Internet Geld zu verdienen. Er endet damit: „No one knows to what extent content will be „re-valued“ as the economy improves…The largest media companies are making the case that the only reason their asset values have dropped is the economy. That case may not hold up“.

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