RIM: Neukunden steigen, Margen sinken

Nächste Enttäuschung aus Ontario: Wie schon vor einigen Monaten korrigiert Research in Motion (RIM) im laufenden Geschäftsquartal die Erwartungen nach unten. Das Ergebnis für den Ende Februar ablaufenden Dreimonatszeitraum würde am unteren Ende der eigens herausgegebenen Prognose liegen, erklärte der Smartphone-Hersteller gestern. Dabei stieg die Zahl der Neukunden sogar deutlich an. Börsianer straften die ohnehin schon angeschlagene RIM-Aktie nochmals ab.

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Nächster Rückschlag für RIM-Aktionäre: Der Hersteller von Blackberry-Smartphones gab am gestrigen Handelstag einen Ausblick auf das laufende Geschäftsquartal, der Analysten und Anleger enttäuschte.

Die Gewinne im laufenden Quartal würden demnach am unteren Ende der eigenen Prognosen liegen, teilte Research in Motion gestern mit. Statt der erwarteten 87 Cent je Anteilsschein dürften nunmehr nur noch 83 Cent je Aktie eingefahren werden, schätzt RIM. Analysten hatten sich zumindest 85 Cent erhofft.

Hiobsbotschaft: Abonnentenzahlen steigen, Margen fallen

Auch die Umsätze dürften sich minimal schwächer entwickeln als erwartet. So rechnet das wertvollste kanadische Technologieunternehmen im Dreimonatszeitraum Dezember bis Februar nunmehr mit Erlösen von 3,40 Milliarden Dollar – haarscharf unter den Wall Street-Schätzungen, die noch von 3,41 Milliarden Dollar ausgegangen waren.

Der relativ verhaltene Ausblick überrascht, zumal die Abonnentenzahlen sogar deutlicher wachsen als bislang angenommen. So lägen die Neukunden noch mal 20 Prozent höher als die Ende Dezember prognostizierten 2,9 Millionen.

Der eigentliche Schock ging damit einher: Der Kundenzuwachs ließ sich nämlich nicht monetarisieren. Die Gewinnmargen würden nunmehr von 50 auf 40,7 Prozent sinken, hieß es. Konsequenz: RIM-Kunden greifen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten demnach seltener zu neuen Blackberrys.

Fallobst Blackberry-Aktie: Analysten halten Kurssturz für übertrieben

Börsianer reagierten verschreckt auf die neue Hiobsbotschaft aus Ontario. Die RIM-Aktie, die zuvor ohnehin schon 60 Prozent unter den Allzeithochs vom letzten Sommer gelegen hatte, wurde im gestrigen Handel in der Spitze noch mal um knapp 20 Prozent heruntergeprügelt.

Einige Analysten halten den Kurssturz jedoch für eine Überreaktion. „RIM hat mehr Kunden, als es je erwartet hatte“, findet US-Analyst Marek Fuchs. „Mit der Zeit werden sie upgraden. Das sind gute Nachrichten.“ Die endgültigen Zahlen gibt RIM am 2. April bekannt.

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