Der geheimnisvolle IVW-Milliardär Travian

Die Überraschungs-Geschichte der letzten IVW-Auswertung lieferte die Seite Travian.de. Aus dem Stand holten das Browserspiel 9,9 Millionen Visits und fast eine Milliarde Klicks (999,9 Mio. Page Impressions). Damit springen die Münchner im deutschen Klick-Ranking direkt von null auf Platz zehn. Hinter dem – weitgehend – unbekannten Namen Travian versteckt sich ein in der Antike spielendes Online-Game und eine 2005 gegründete Firma mit mittlerweile 70 Mitarbeitern.

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Auch wenn die meisten Nutzer das neue deutsche Web-Schwergewicht Travian.de noch gar nicht kennen, ist das Angebot jedoch kein Frischling mehr. Bereits im Sommer 2004 veröffentlichte Gerhard Müller (alias KEEN) eine erste Version seines in der Freizeit geschriebenen Online-Games. Schnell entwickelte sich das Hobby zum Fulltime-Job und Müller gab sein Studium an der TU München erst einmal auf und gründete stattdessen zusammen mit seinem Bruder Siegfried die Travians Games Gbr. Seit dem befindet sich das Münchner Unternehmen in einem ständigen und unaufhaltsamen Expansionsprozess. 2007 hatte Travian noch 50 Mitarbeiter, aktuell sind es bereits 70 Angestellte.

Das Spiel erreicht in seinen 48 Länderversionen (43 Sprachen) rund 4,3 Millionen aktive Nutzer. „Travian ist ein Aufbaustrategiespiel, das zeitlich in der Antike angesiedelt ist. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Dorf-Häuptlings. Dabei kann er auswählen, ob er zum Volk der Römer, Gallier oder Germanen gehören möchte, wobei jedes seine Vor- und Nachteile hat“, heißt es in der Spielbeschreibung.

Die Aufgabe des Spielers ist es, erst einmal sein Dorf auszubauen und Rohstoffe zu produzieren. Über Allianzen, Handel und Kriege soll aus dem Dorf ein mächtiges entstehen Imperium.
 
Travian ist jedoch keine Beschäftigung für nebenbei. „Während sich Travian zu Beginn mit einem Zeitaufwand von 20-30 Minuten am Tag ohne Probleme spielen lässt, wächst mit zunehmender Spieldauer das Engagement“, heißt es auf der Webseite. „Eine Spieldauer von bis zu einem Jahr ist daher auch keine Seltenheit.“

Das Unternehmen Travian finanziert sich, wie fast alle Browserspiele, über ein Freemium-Modell. Heißt: Grundsätzlich ist das Spiel kostenlos, es lassen sich jedoch viele zusätzliche Premium-Funktionen dazukaufen, ohne die es wahrscheinlich kaum möglich sein würde, dass die Aufgaben des Spiels zu bewältigen.

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