„Capital“-Redaktion sagt Warnstreik ab

In einem Schreiben an Verlagsgeschäftsführerin Ingrid Haas haben die gekündigten Redakteure der G+J-Wirtschaftspresse Köln einen ursprünglich für den morgigen Freitag anberaumten Warnstreik abgesagt. Als Grund werden die "mögliche Beschädigung" der Qualität von "Capital" und "Impulse" sowie die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Konzern genannt. Im Gegenzug erwarten die Mitarbeiter, dass Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen über einen „einvernehmlichen Sozialplan“ kommt.

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Am vergangenen Freitag hatten Geschäftsleitung und Betriebsrat die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Einigungsstelle angerufen. Diesen Schritt hatte der Verlag bereits einen Tag zuvor durch ein sogenanntes Beschlussverfahren vor dem Kölner Arbeitsgericht eingeleitet und damit Fakten geschaffen.
Das neue Schreiben an Ingrid Haas trägt die Unterschrift von 31 Mitarbeitern und soll in der „wichtigen Produktionswoche“ für die Heftnummern 4 von „Capital“ und „Impulse“ offenbar den Zeitdruck im Konflikt um die Abfindungszahlungen mindern. Vom Tisch sind Arbeitskampfmaßnahmen damit aber nicht. Ausdrücklich wird darauf verwiesen, dass mit dem Engagement der Gewerkschaften Verdi und DJV „nun die formalen Voraussetzungen“ zur Durchführung von Streiks gegeben seien. Diese würden aber „frühestens in der kommenden Woche“ beginnen.

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