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Ende der Freundschaft: Kein Facebook mehr im Apple-Store?

Noch vor wenigen Wochen schien es wie der Beginn einer wundervollen Freundschaft: Der Computerpionier Apple integrierte beim Upgrade seiner iLife-Software das boomende Social Network Facebook. User, die ihren Bilder im neuen iPhoto einen Namen zugewiesen haben, können diese direkt mit Facebook taggen – und so noch einfach ihre Bilder auf dem Social Network veröffentlichen. So […]

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Noch vor wenigen Wochen schien es wie der Beginn einer wundervollen Freundschaft: Der Computerpionier Apple integrierte beim Upgrade seiner iLife-Software das boomende Social Network Facebook. User, die ihren Bilder im neuen iPhoto einen Namen zugewiesen haben, können diese direkt mit Facebook taggen – und so noch einfach ihre Bilder auf dem Social Network veröffentlichen.

So weit, so cool. Dass Apple-User – wie rund 150 Millionen andere Nutzer – Spaß am Facebook haben, ist zum Kultunternehmen aus Cupertino schon seit Längem durchgedrungen.  Entsprechend warb auch einer der ersten iPhone-Werbespopts mit dem süchtig machenden sozialen Netzwerk: „If you love facebook so much, that you check it every time you’re on the computer – just think how great it would be to check it every time… well…. nowhere near your computer – right on your phone.“

Wer Apples mobilen Alleskönner nicht besitzt, muss eben auf traditionellem Wege online gehen. Doch das funktioniert nicht überall, wie Facebooker, die ihre Lieblingsseite allzu gern im Vorbeigehen im New Yorker Flagship-Store besucht haben, nun erleben müssen. Wer einmal das Vergnügen hatte, den beeindruckenden Glaskasten an der 5th Avenue zu besichtigen, kennt das Problem. Der Apple Store ist fast immer bis zum Anschlag bevölkert: Vor den Kult-Rechnern muss man Schlange stehen.
Mit dem Kaufen ist es jedoch so eine Sache. Die Umsätze im Apple Store brachen im Dezemberquartal um 17,4 Prozent ein, wie Charlie Wolf, Analyst von Needham & Company, jüngst vorrechnete: „Die Käufer waren nicht in der Laune zum Geldausgeben.“  Trotzdem wurden die konzerneigenen Kult-Kaufhäuser fast genauso gut besucht wie noch im Vorjahreszeitraum – das Minus betrug nicht einmal zwei Prozent.  

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Was die ungebrochene Faszination für Apple-Anhänger dennoch ausmacht, wird schnell klar: Es ist vermutlich der coolste Platz auf dem Planeten zum Surfen. „Apple Stores sind zu einem regelmäßigen Internetcafé verkommen“, erklärt ein Angestellter zerknirscht gegenüber dem Branchenportal „Alley Insider„.
„So liegt es nahe, den größten Zeitkiller von allen – Facebook –  auf die ‚Banned-Liste‘ zu setzen, um allen eine Chance zu geben, unsere Computer zu testen.“ MySpace, dem anderen großen Social Network, ist dieses Schicksal bereits vor knapp zwei Jahren widerfahren.

So gibt es für alles seine Orte. Die Frage ist nur, ob sich Apple damit einen Gefallen tut. Wenn potenzielle und bereits bestehende Apple-Kunden Facebook so sehr lieben, wie großartig ist es dann, das beliebteste Social Network der Welt auf dem Mac zu benutzen – wann immer man in der Nähe eines Apple Stores ist?

Update: Die Online-Ausgabe von Fortune meldet, dass Facebook in den Apple Stores inzwischen wieder zum Teil wieder erreichbar wäre. CNET zitiert einen anderen Apple-Mitarbeiter, der behauptet, man habe Facebook nicht von Apple Stores verbannt.

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