Twitter will Firmen abkassieren

Der Siegszug des Mikroblogging-Dienstes geht ungebrochen weiter: Spätestens seit dem US-Wahlkampf und der Notwasserung eines Airbus ist die Verbreitung über den 140-Zeichen-Dienst das große Medienthema. Das haben auch immer mehr Unternehmen begriffen, die sich schlagartig über den neuen Kommunikationskanal mitteilen. Für das notorisch defizitäre Startup, das bislang immer noch keine Umsätze erzielt, bietet sich damit die Chance auf eine unkomplizierte Erlösquelle.

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Twitter-Mitgründer Biz Stone redet Klartext: „Wir merken, dass immer mehr Firmen Twitter nutzen und ihnen Leute folgen. Wir wollen Wege finden, diese Kommunikation noch wertvoller zu machen und für kommerziell genutzte Accounts Geld zu verlangen“, erklärte Stone dem britischen Fachblatt „Marketing“ (BrandRepublic).

„Das ist keine Überraschung“, ordnete das Branchenportal Techcrunch Stones Vorstoß ein. Tatsächlich erfreut sich Twitter nicht nur immer größerer Beliebtheit in der Medienbranche, in der immer mehr Redaktionen ihre neusten Artikel verbreiten. Auch Unternehmen wie T-Mobile entdeckten den 140-Zeichen-Dienst jüngst als Kommunikationskanal.

Die Telekomtochter beauftragte etwa die PR-Agentur Weber Shandwick für die Betreuung ihres Twitter-Accounts. Ergebnis: Nach 111 Updates 720 Follower nach – vor allem durch den Anreiz der Verlosung des Google Handys G1.

Auch in den USA probieren sich bereits erste Firmenkunden auf dem Mikroblogging-Dienst aus. So hat Dell während der Weihnachtssaison etwa bereits mehr als 1 Million Dollar über Twitter umgesetzt. Ob Dell allerdings künftig für die Tweets zahlen würde, ließ  Bob Pearson, Kommunikations-Vizepräsident, offen: „Wenn es kompliziert und teurer wird, wäre mein Bauchgefühl, andere Dienste zu nutzen.“

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