TV-Produzent Aust: „Das ist nur der Anfang“

Stefan Aust ist in diesen Tagen ein gefragter Mann. Doch unter keiner der bekannten Telefonnummern war der 62-Jährige zu erreichen. Dabei gab es Gesprächsbedarf: die geplante Wahl-Talkshow auf SAT.1 zum Beispiel. Oder die TV-Produktionsfirma, die der Ex-„Spiegel“-Chef gemeinsam mit einem Ex-Mitarbeiter betreibt. Am Mittag meldete sich Aust bei MEEDIA – per Satellitentelefon von einem Hochseesegeltörn. Zu den News über seine neuen Medienaktivitäten sagt er: "Alles halb so wild. Das ist nur der Anfang."

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Stefan Aust ist in diesen Tagen ein gefragter Mann. Doch unter keiner der bekannten Telefonnummern war der 62-Jährige zu erreichen. Dabei gab es Gesprächsbedarf: die geplante Wahl-Talkshow auf SAT.1 zum Beispiel. Oder die TV-Produktionsfirma, die der Ex-„Spiegel“-Chef gemeinsam mit einem Ex-Mitarbeiter betreibt. Am Mittag meldete sich Aust bei MEEDIA – per Satellitentelefon von einem Hochseesegeltörn. Zu den News über seine neuen Medienaktivitäten sagt er: „Alles halb so wild. Das ist nur der Anfang.“

Mit Freunden ist Aust derzeit auf einer Atlantiküberquerung von den Kanaren in die Karibik unterwegs. Die Medien-Schlagzeilen findet er übertrieben. Zur neuen TV-Firma Agenda Media sagt er: „Das ist eine kleine Produktionsgesellschaft, keine große Sache.“ Das Unternehmen soll, wie MEEDIA aus anderer Quelle erfuhr, angeblich unter anderem eine Auftragsproduktion für das ZDF zur DDR-Geschichte vorbereiten.

Interessant ist hier vor allem die Kooperation mit Thorsten Pollfuß. Der versierte TV-Geschäftsmann war seit 2000 beim Spiegel Verlag, hatte dort als Geschäftsführer die Aktivitäten der Fremdproduktionen bei der Tochter a+i („Kerner“) verantwortet und zudem als Kaufmännischer Leiter von Spiegel TV gewirkt. Ende März 2008 musste er, noch unter dem damaligen Spiegel-Geschäftsführer Mario Frank, das Haus verlassen. Sein Posten wurde im Zuge einer Strukturreform der TV-Gruppe nicht nachbesetzt.

Über das Format „Wahlarena“, für das Stefan Aust ebenfalls gesetzt ist, verhandelt derzeit SAT.1 mit dem Top-Journalisten. Einzelheiten sollen aber erst nach Unterzeichnung der Verträge Ende des Monats bekannt gegeben werden. Und bei den Oscar-Verleihungen am 22. Februar ist der „Bader-Meinhoff-Komplex“ nach Vorlage des Austschen Bestsellers als bester ausländischer Film nominiert.

Ein Jahr nach Ende der Aust-Ära beim Spiegel scheint festzustehen: Mit Stefan Aust ist 2009 zu wieder zu rechnen.

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