Anzeige

G+J einigt sich mit „FTD“-Betriebsrat

Für den heutigen Freitag ist die nächste Verhandlungsrunde zwischen dem G+J-Management und den Betriebsräten der Wirtschaftspresse in Köln angesetzt. Es geht um die Ausgestaltung eines Sozialplans für die gekündigten Redakteure von "Capital" und "Impulse". Daraus wird nichts, die internen Verhandlungen stehen vor dem Scheitern. Die Verlagsgeschäftsführung wird die Einigungsstelle anrufen. Dagegen einigte man sich mit dem "FTD"-Betriebsrat auf einen Sozialplan.

Anzeige

Nach Informationen von MEEDIA sah das G+J-Management keine Chance mehr, mit dem Kölner Betriebsrat zu einer einvernehmlichen Regelung zu kommen. Beim Verfahren vor der Einigungsstelle wird in aller Regel ein Arbeitsrichter zum Vorsitzenden bestellt. Das Vorschlagsrecht für diese Position liegt nun beim Verlag. Darüberhinaus nehmen vom Arbeitgeber und Betriebsrat benannte Beisitzer an den nicht öffentlichen Verhandlungen teil. Insider taxieren den Zeitraum bis zu einer Einigung auf ein bis zwei Monate.
Am Donnerstagabend kam es dann aber zum Durchbruch bei den Verhandlungen in Hamburg, wo der Betriebsrat einer Sozialplanregelung zustimmte. Dies ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil es zugleich Voraussetzung für die Neubesetzung der Stellen in der Znetralredaktion ist. Damit ist das wichtigste Hindernis, das den Start der neuen Redaktion am 1. März hätte verzögern können, ausgeräumt. Bei der „FTD“ ging es um etwa zehn Stellen, die betriebsbedingt gestrichen wurden. Neben der Kölner Wirtschaftspresse („Capital“, „Impulse“) ist auch der Münchner Standort („Börse Online“) von den Sozialplan-Verhandlungen betrofffen.
Zuletzt hatten die Betriebsräte versucht, durch öffentliche Aktionen und offene Briefe den Druck auf die Verlagsleitung zu erhöhen. Sie wollten damit erreichen, dass Gruner + Jahr höhere Abfindungszahlungen bietet. Der Verlag hatte die Konditionen eines bereits im Frühjahr 2008 aufgelegten Sozialplans in den Raum gestellt. Danach erhielten die Gekündigten pro Beschäftigungsjahr 0,9 Monatsgehälter als Abfindung. Die Forderung der Betriebsräte von 1,0 Monatsgehältern ist davon nicht weit entfernt; allerdings wollen sie zusätzlich einen Sockelbetrag von 35.000 bis 85.000 Euro je nach Alter der Beschäftigten.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige