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„Etliche Kollegen möchten dabei sein“

Ingrid Haas, Geschäftsführerin der G+J-Wirtschaftspresse, sieht sich beim Aufbau der neuen Zentralredaktion in Hamburg "voll im Plan". Im Interview mit "Horizont" schildert die 43-Jährige das Unterfangen als "Operation am offenen Herzen", betont aber, dass der Verlag keine andere Wahl gehabt habe, alle vier Wirtschaftstitel zu erhalten. Erstaunlich gut sei die Resonanz bei Redakteuren aus anderen Häusern: "Etliche Kollegen finden unsere Pläne journalistisch faszinierend und möchten gerne dabei sein."

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Gegenüber „Horizont“ erklärt Haas weiter, sie sei zuversichtlich, mit den eingeleiteten Maßnahmen „die Zukunftsfähigkeit der Marken erhalten sowie Qualitätsjournalismus finanzieren“ zu können. Haas widersprach der Einschätzung, dass die Redakteure der „Financial Times Deutschland“, deren Verträge keiner Tarifbindung unterliegen, zu schlechteren finanziellen Bedingungen arbeiteten als die Magazinjournalisten: „Die Gehaltsspreizung ist vergleichbar.“
Verständnis signalisierte sie für die Aktionen der gekündigten Angestellten der Kölner Wirtschaftspresse: „Wir haben all das so erwartet, das gehört dazu. Es ist die Aufgabe der Betriebsräte, mit maximalem Pulverdampf das Maximale für die betroffenen Mitarbeiter herauszuholen.“ Der Start der neuen Wirtschaftsredaktion am 1. März werde dadurch aber nicht verzögert.
Nachdem die Krise die Finanztitel von Gruner + Jahr bereits 2008 mit zweistelligen Minusraten im Anzeigengeschäft gebeutelt hat, gibt Haas ein vorsichtiges Ziel für das laufende Jahr aus. Ihr „Mindestziel“ lautet, „unsere Marktanteile zu halten.“

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