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Time Warner: 16 Milliarden Dollar Verlust

Es sind Zahlen, die einen auf den ersten Blick den Atem verschlagen: 16 Milliarden Dollar Verlust in den 92 Tagen vom 1. Oktober bis 31. Dezember letzten Jahres – eine schockierend hohe Summe. Auf den zweiten Blick relativiert sich die Dramatik jedoch: Zum einen hatte Time Warner die Rekordverluste bereits Anfang Januar angekündigt, zum anderen […]

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Es sind Zahlen, die einen auf den ersten Blick den Atem verschlagen: 16 Milliarden Dollar Verlust in den 92 Tagen vom 1. Oktober bis 31. Dezember letzten Jahres – eine schockierend hohe Summe.

Auf den zweiten Blick relativiert sich die Dramatik jedoch: Zum einen hatte Time Warner die Rekordverluste bereits Anfang Januar angekündigt, zum anderen ist das  tiefrote Minus in erster Linie Abschreibungen auf die Internetsparte AOL und das Kabel- bzw. Verlagsgeschäft nach den US-Bilanzierungsstandards geschuldet.

Vor Abschreibungen und Sonderposten belief sich der Gewinn im vierten Quartal auf 23 Cent je Aktie. Die Wall Street hatte indes mit 26 Cent je Aktie gerechnet.  Auch der Umsatz entwickelte sich im Dreimonatszeitraum Oktober bis Dezember mit einem Minus von drei Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar leicht rückläufig.

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Der Ausblick für das Gesamtjahr blieb ebenfalls leicht unter den Erwartungen zurück: Man werde 2009 einen operativen Gewinn von 66 Cent je Aktie einfahren – genau wie in den abgelaufenen zwölf Monaten, vermeldete der an der NYSE gelistete Medienkonzern. Analysten waren von 99 Cent je Aktie ausgegangen.

Trotzdem reagierten Anleger und Analysten auf das neuste Zahlenwerk Time Warners nicht so verstimmt wie auf die jüngste Bilanz Walt Disneys, die ebenfalls heute veröffentlicht wurde. Während die Time Warner-Aktie zum Handelsstart lediglich um zwei Prozent abtauchte, verliert die Disney-Aktie zur Stunde mehr als sechs Prozent.

„Verglichen mit Disney hatte Time Warner ein großartiges Quartal“, ordnet der Medienanalyst Steve Birenberg die beiden Quartalsveröffentlichungen ein. „Das liegt zum Großteil daran, dass Time Warner in dem gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld besser diversifiziert ist“, schreibt der renommierte Vermögensverwalter von Northlake Capital Management.

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