Hape Kerkeling – im Zweiten die Nr. 1

2009 und 2010 wird Hape Kerkeling im ZDF präsent sein wie nie zuvor. Nach dem Erfolg des Films „Ein Mann, ein Fjord“ plant man bei den Mainzern zahlreiche Folgeprojekte. So wird Kerkeling für eine ZDF-Dokureihe um die Welt reisen und den Zuschauern Kulturgeschichte von den alten Inkas bis zum heutigen Indien nahebringen. Weitere Spielfilme und eine Samstagabendshow mit dem Entertainer aus Recklinghausen sind ebenfalls in Vorbereitung. Kein Zweifel: Hape Kerkeling ist das neue Gesicht des ZDF.

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Dafür spricht, dass Kerkeling mittlerweile auch für die Sender-Kampagne „Mit dem Zweiten sieht man besser“ posieren darf. Kerkeling galt ZDF-intern schon lange als absoluter Wunschkandidat, um Show-Dino Thomas Gottschalk Schritt für Schritt als Aushängeschild abzulösen. Allerdings war Kerkeling lange Zeit vertraglich an RTL gebunden, wo er u.a. die Tanz-Show „Let‘s dance“ moderierte. Nun scheinen es die Verantwortlichen vom Lerchenberg geschafft zu haben, Kerkeling für das Zweite zu vereinnahmen.

Die Kerkeling-Projekte waren aber nicht die einzigen Neuerungen, die die Intendant Markus Schächter, Programmdirektor Thomas Bellut und Chefredakteur Nikolaus Brender bei ihrer Programmpräsentation vorstellten. So wird es im Vorfeld der Bundestagswahl die Casting-Show „Ich kann Kanzler“ geben, bei der sich hoffnungsvolle politische Nachwuchstalente dem öffentlich-rechtlichen TV-Publikum präsentieren. Das Ganze ist eine Adaption des kanadischen Formats „The next great Leader“.

Schächter will das manchesmal als „Kukident-Sender“ verspottete ZDF außerdem als Multimedia-Anbieter verstanden wissen. Das Internet und die stets heiß begehrte Zielgruppe lassen grüßen. Aus diesem Grund wird der Polit-Talk von Maybritt Illner in einigen Monaten auch bei der Online-Videoplattform YouTube zu sehen sein. Wie genau die Kooperation aussehen wird, vermochte Chefredakteur Brender allerdings noch nicht zu sagen.

Weitere Neuigkeiten im ZDF-Programm: Die erfolgreiche Reihe „Die Deutschen“ wird mit zehn neuen Folgen „Die Deutschen. Wie wir waren, wie wir sind“ fortgesetzt. Doris Dörrie bringt einen Sechsteiler zum Thema Klimawandel und liefert damit die wahrscheinlich teuerste Verfilmung des Wetterberichts in der ZDF-Geschichte. Claus Kleber berichtet in drei Teilen über „Die Bombe“ (gemeint ist die Atombombe). Weitere Events sind der Dreiteiler zur Geschichte der Familie Krupp (ab 22. März 2009) und die Neuverfilmung des „Seewolf“, die im Herbst zu sehen sein wird. Insgesamt steckt das ZDF dieses Jahr 500 Millionen Euro ins Programm, 350 davon in Serien und Mehrteiler. Die Gebühren machen‘s möglich, dass der Sender auch in Zeiten klotzen kann, in denen andere den Gürtel wegen der schlechten Wirtschaftslage enger schnallen müssen.

Und bei den Shows? Schmalspur-Kerner Markus Lanz bekommt eine Neuauflage seiner Sendung „Das will ich wissen!“ und er darf im Sommer wieder Johannes B. Kerner vertreten. Beim ZDF sind sie offenbar recht zufrieden mit Lanz, die neue Nummer 1 ist aber ganz ohne Zweifel Hape Kerkeling. Und die alte Nummer 1? „Wetten dass..?“ mit Thomas Gottschalk gibt es natürlich auch noch, sogar wieder mit dem berüchtigten Sommer-Special aus Mallorca.

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