„Capital“-Betriebsrat legt Abfindungsmodell vor

Bei der sechsten Verhandlungsrunde mit der Geschäftsleitung über die Standortschließung der Gruner + Jahr-Wirtschaftspresse haben die Betriebsräte in Köln offenbar konkrete Forderungen gestellt. So solle für jeden Mitarbeiter pro Beschäftigungsjahr 1,0 Monatsgehalt an Abfindung gezahlt werden plus eine Einmalprämie von 35.000 bis 85.000 Euro je nach Alter der Betroffenen.

Anzeige

Die Mitarbeiter von „Capital“ und „Impulse“ haben in der vergangenen Woche ihre Kündigungen erhalten. Für sie bietet der Verlag bislang 0,9 Monatsgehälter, jedoch keine Sonderzahlung. Mit einer „kreativen Frühstückspause“ demonstrierten die Beschäftigten an der Eupener Straße gegen das Angebot, als Verlagsleiterin Ingrid Haas am Montagmorgen zu den Verhandlungen anreiste.
Offenbar zeichnet sich ab, dass nur wenige „Capital“-Redakteure in die neue Pool-Redaktion nach Hamburg wechseln werden. Insider berichten, dass bislang nur vier Kandidaten aus Köln sowie sechs aus München („Börse Online“) in der Endausscheidung seien. Insgesamt haben 110 Mitarbeiter die Kündigung erhalten. Die Gespräche zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung sollen am Freitag fortgesetzt werden.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige