Deloitte-Prognose zur Medien-Entwicklung

Ganz schön spät dran: Normalerweise erscheinen Jahres-Prognosen zum Jahreswechsel. Deloitte, die in über 140 Ländern agierende Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat sich gehörig verspätet. Dafür sind die vor ein paar Tagen veröffentlichten „2009 Global Predictions for Media“ eine wirklich lohnende Lektüre. Die Deloitte-Studie geht weit über das zur Zeit übliche Krisengerede hinaus. Die Prognose analysiert: 2009 boomen Fernsehen, Mobile Werbung und 3-D-Filme.

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Ganz schön spät dran: Normalerweise erscheinen Jahres-Prognosen zum Jahreswechsel. Deloitte, die in über 140 Ländern agierende Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat sich gehörig verspätet. Dafür sind die vor ein paar Tagen veröffentlichten „2009 Global Predictions for Media“ eine wirklich lohnende Lektüre. Die Deloitte-Studie geht weit über das zur Zeit übliche Krisengerede hinaus. 2009 boomen Fernsehen, Mobile Werbung und 3-D-Filme.  
Zwar schreibt auch Deloitte zunächst, dass die Verlagsbranche ein neues Geschäftsmodell benötige und sieht Chancen für Online Only-Publikationen, kommt dann aber mit einigen Trends, die man anderswo noch nicht unbedingt hat lesen können:

  • Mobile Advertising wird immer beliebter

Während sich das Werbeklima weltweit verschlechtern würde und man vielerorts zweistellige Rückgänge erwartet, könnte 2009 das Jahr der Werbung auf dem Handy werden. Deloitte: „There is a more mature understanding of what mobile can and cannot deliver in advertising“. Als Vorbild gilt die Text Messaging-Kampagne von Barack Obama.

  • 2009 wird mehr ferngesehen

Dieses Jahr könnten wir laut Deloitte eine Renaissance vom Fernsehen erleben. Als Grund wird angegeben, dass sich die Zuschauer bei all den Wirtschaftskrisen nach Ablenkung sehnen. Und selbst das Pay TV wird davon profitieren, weil es im Vergleich zum Restaurant-, Kino- oder Theaterbesuch noch immer preiswert ist. Im Schnitt erwartet Deloitte, dass Konsumenten in der Woche 30 Minuten mehr fernsehen.

  • Das kostenlose Uploaden von User Content geht zu Ende 

Das Vorhalten eingesandten Videos wird für die Webseiten immer teuer. Die größten Sites würden dafür pro Jahr über 100 Mio. Dollar aufwenden, ohne dies im ausreichenden Maße refinanzieren zu können. Das Problem ist bekannt: Anzeigenkunden stehen ungerne neben User Generated Content, weil sie Angst haben, dass die Inhalte nicht genügend kontrolliert werden 

  • Kinofilme in 3 D sind im Kommen

In Hollywood werden immer mehr Filme in 3 D-gedreht. Dadurch bietet das Kino einen größeren Unterhaltungswert und setzt sich mehr vom Fernseher und Computer ab. Einige bekannte Regisseure würden ihre nächsten Film in 3 D planen. Ein Problem sei allerdings, dass viele Kinos solche Filme nicht abspielen können und dafür in neue Technik investieren müssen. Und das sei in dem momentanen wirtschaftlichen Klima nicht einfach.

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