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Facebook: Über 2 Mio. Nutzer in Deutschland

Als Überraschungsgast zum Abschluss der DLD-Konferenz in München konnte Burda ein echtes Web-Schwergewicht präsentieren: Mark Zuckerberg, Gründer und CEO von Facebook, interviewt von David Kirkpatrick von „Fortune“. Zuckerberg hatte auch eine Nachricht mitgebracht: Die Zahl der Facebook-Nutzer in Deutschland ist mittlerweile auf über zwei Millionen angewachsen. Ein Plus von 75 Prozent innerhalb von drei Monaten.

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Im Vergleich mit der VZ-Gruppe der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ist das immer noch vergleichsweise wenig. Laut Nielsen Media hatten zwischen Februar und April 2008 rund 5,7 Mio. Menschen Studi VZ genutzt, Schüler VZ und Mein VZ nicht mitgezählt. Der Vergleich der Akzeptanz der verschiedenen sozialen Netze fällt aber schwer, da unklar ist, auf welchen Zeitraum und welches Messverfahren Zuckerberg seine Aussage auf dem DLD bezog. Bei der VZ-Gruppe gibt es zudem teilweise Mitgliedschafts-Überschneidungen zwischen den einzelnen VZs. Letztlich bleibt es wohl bei der Aussage: Facebook wächst in Deutschland recht schnell, die VZs sind aber immer noch viel größer.

Zum Rechtsstreit zwischen Facebook und Holtzbrincks VZ-Gruppe gab sich Zuckerberg zugeknöpft. Er wolle mit seiner Firma das effektivste Produkt machen und auf diese Weise erfolgreich sein, beschied er Fragesteller David Kirkpatrick knapp. Facebook hat Holtzbrinck in den USA wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt. Studi VZ, so die Argumentation, sei eine reine Kopie von Facebook und damit Diebstahl geistigen Eigentums. Experten werten die Klage aber eher als taktisches Manöver, um die unliebsame deutsche Konkurrenz beschäftigt zu halten und einen eventuellen Verkaufspreis wegen des Prozessrisikos zu verderben. So freundlich sich der junge Mark in seinem schwarzen Sweater und in Turnschuhen auf der DLD-Bühne gab – er weiß offenbar seine Ellbogen im Business einzusetzen.

Mittlerweile hat Facebook eigene Verkaufsbüros in Frankreich und England eröffnet. Es sei Geschäftspolitik, Verkaufsbüros erst zu eröffnen, wenn genügend Nutzer da sind. Das ist in Deutschland offenbar trotz des jüngsten Zuwachses noch nicht der Fall. „Wir wollen in Zukunft aber auch in Deutschland mit einem Büro präsent sein“, versichert „Zuck“.

Über die Umsätze seiner Firma wollte er dann eher wenig bis gar nichts sagen. Nur soviel: Sie steigen. Wegen der Wirtschaftskrise ein bisschen weniger steil, aber sie steigen. Man muss es ihm eben glauben.

Zuckerberg identifizierte das Teilen von Informationen als Mega-Trend, der den Erfolg und das Wachstum von Facebook erklärt. „Wir stellen fest, dass die Leute immer kleinere Info-Häppchen teilen. Dies aber immer öfter und immer schneller“, so Zuckerberg. In diese Richtung wolle er die technische Plattform von Facebook weiter entwickeln. Facebook soll den Nutzern die „Macht geben, Dinge zu teilen“.

Sorgen über den Schutz der Privatsphäre sieht der Facebook-Gründer als eher unbegründet. Facebook achte die Privatsphäre, betonte er. Je besser die Nutzer ihre Privatsphäre schützen könnten, desto mehr würden sie auf der Plattform mit anderen austauschen, so Zuckerbergs Maxime.

Probleme, dass Nutzer andere Nutzer auf Fotos kennzeichnen und eventuell kompromittierende Bilder an Dritte versenden, wie zumindest in den USA geschehen, hält Zuckerberg für „eine Frage des Vertrauens.“ Wenn man jemanden als „Freund“ bei Facebook akzeptiert, gibt man demjenigen auch eine gewisse Macht über die eigenen Inhalte. Sollte dies missbraucht werden, solle man den „Freund“ einfach blocken. Ex und hopp im Web2.0.

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