Das „ran“-Comeback startet im Herbst

Nun tun sie es tatsächlich: Für die Live-Sendungen von der Champions League und der neuen UEFA Europa League, die den UEFA-Cup ablöst, bringt Sat.1 die Marke "ran" wieder auf die Fernseher. Die Wiederbelebung der Marke, unter der von 1992 bis 2003 die Bundesliga-Berichterstattung bei Sat.1 zu sehen war, sei "ein klares Zeichen an unsere Zuschauer", so Geschäftsführer Guido Bolten. "Wir wollen zurück zu alter Stärke." Ein Marktanteil von 12% soll erreicht werden.

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„Sat.1 steht für modernes Family-TV – und wir haben in der neuen TV-Saison ausreichend gutes und uniques Programm, um mittelfristig wieder an die 12 Prozent-Marke zu kommen“, sagt Bolten in der Vorschau auf die kommenden Monate, die der Sender am Montagmorgen verschickte. Dafür wird allerdings etwas mehr nötig sein, als Champions- und Europe-League-Spiele. Denn: Derzeit hat Sat.1 an vielen Abenden Probleme, richtig stark ist man einzig im Nachmittagsprogramm. Zwar werden viele Mittwochs- und Donnerstags-Prime-Times ab Herbst mit dem Fußball Top-Quoten erreichen, doch es gibt immer ein gewisses Risiko, dass viele deutsche Teams früh ausscheiden.

Um nicht nur vom neuen „ran“ abhängig zu sein, will der Sender in den kommenden Monaten mit einer Reihe von neuen Formaten punkten. Bereits in dieser Woche starten die mit Spannung erwartete neue Staffel der „Schillerstraße“ mit Jürgen Vogel, sowie die Krankenhausserie „Klinik am Alex“ und die Freitagabendshow „Mister Perfect – Der MännerTest“. In Sachen Unterhaltung stoßen später zudem die neue Dirk-Bach-Sketchcomedy „Einfach Bach!“ und die Showreihe „Die beste Idee Deutschlands“, moderiert von Alexander Mazza, hinzu.

Endlich an die Erfolge herankommen, die RTL regelmäßig mit Coaching-Formaten erreicht, will Sat.1 mit „Der Jugend-Coach“ und „Die Superlehrer“. Ob dort mehr Zuschauer zu erwarten sind als bei ähnlichen Versuchen der jüngeren Vergangenheit, bleibt aber abzuwarten. Weiterhin neu: Die Doku-Soap „Deutschland wird schwanger“, in der 100 Familien auf dem Weg ihrer zum Baby begleitet werden. Trotz der jüngsten Flops mit „Dr. Molly & Karl“ und „Plötzlich Papa“ kommen auch zwei weitere, seit einiger Zeit geplante Serien ins Programm: „Danni Lowinski“ mit Annette Frier als „Anwältin der kleinen Leute“ und „Der letzte Bulle“ mit Henning Baum, der nach 20 Jahren Koma aufwacht und mit den neuen Zeiten zurecht kommen muss.

Ebenfalls eine deutsche Produktion ist der Event-Movie „Böseckendorf – Die Nacht, in der ein Dorf verschwand“. Erzählt wird die wahre Geschichte eines kleinen Dorfes im Grenzgebiet Thüringens, das im Herbst 1961 eine Massenflucht in den Westen plant. Mit dabei in der Zeitsprung-Produktion: Thure Riefenstein und Anna Loos. Als vorerst einziger US-Serien-Start steht der Hochkaräter „The Mentalist“ auf dem Programm. Die Krimiserie, in den USA der Topstart der aktuellen TV-Saison, läuft ab 1. März sonntags um 21.15 Uhr und könnte dort auch in Deutschland zum Erfolg werden.

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