Zentralrat der Juden gegen „Zeitungszeugen“

Der Zentralrat der Juden unterstützt den Strafantrag des bayerischen Finanzministeriums gegen das Projekt „Zeitungszeugen“, ein Sammelwerk nachgedruckter Zeitungen aus der NS-Zeit. Deutschland brauche keine „Kopiervorlagen für Nachwuchsnazis in jedem Zeitungskiosk“, sagte Generalsekretär Stephan Kramer in Berlin.

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Das bayerische Finanzministerium stellte als Inhaber der Verwertungsrechte einen Strafantrag gegen den Verlag, unter anderem wegen der Verletzung urheberrechtlicher Vorschriften. Die Chefredakteurin der umstrittenen Zeitung, die Wiener Historikerin Sandra Paweronschitz, wies die Vorwürfe zurück. Die „Zeitungszeugen“ wollen nach eigenen Angaben einen umfassenden Blick auf die Medienlandschaft der NS-Zeit möglich machen. Im Impressum distanzieren sich die Macher „ausdrücklich von den Inhalten der abgedruckten nationalsozialistischen Zeitungen und Dokumenten“.

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