Flotter Zweier beim US-Playboy

Sex sells – doch die Finanzkrise macht auch vor dem Playboy nicht halt. Nach Informationen der „New York Post“ rücken die Mitarbeiter aus Print und Online zusammen und bilden künftig eine gemeinsame Redaktion. Zudem soll es Einsparungen von vier Millionen und Abschreibungen in Höhe von über 100 Millionen Dollar geben, auch Entlassungen stehen an. Anstelle des bisherigen Print-Redaktionsleiters Chris Napolitano wird Online-Chef Jimmy Jellinek die Leitung übernehmen, das gesamte Team zieht nach Chicago um.

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Wie PaidConent erfahren haben will, soll lediglich ein kleiner Teil des Verkaufsteams vor Ort bleiben, der Rest muss seine Koffer packen: „Der Playboy wird sein New Yorker Büro schließen und alle redaktionellen Bereiche nach Chicago umziehen“, zitiert die „New York Post“ ihren Informanten. Vom Unternehmen gab es dazu keinen Kommentar.

Als Redaktionsleiter nimmt künftig Jimmy Jellinek, vorher Redakteur beim Männermagazin Maxim, das Heft in die Hand. Sein Aufgabengebiet umfasst sowohl das Magazin als auch den – gerade mit Web 2.0-Features relaunchten – Online-Auftritt unter playboy.com. Jellinek kam als Zuständiger für den Bereich Digital Media erst im August letzten Jahres zum Playboy.

Der Sparkurs dürfte niemanden überraschen: Bereits im Oktober hatte CEO Christie Hefner, Tochter des Playboy-Gründers und Lebemanns Hugh Hefner, konkrete Pläne für 2009 ausgerufen. Oberstes Ziel sei es, im neuen Jahr wieder solide Gewinne einzufahren, da man sich durch die wachsende Konkurrenz im Print-Markt, die Abwanderung von Werbepartnern in andere Märkte und steigende Produktionskosten in Bedrängnis sähe.

Im dritten Quartal büßte die Playboy Entertainment Group 1,8 Millionen Dollar ein, die Gewinne aus dem TV-Geschäft fielen sogar von zuvor 21,6 Millionen auf 14,8 Millionen Dollar. Vor allem das Stammgeschäft, das Playboy-Magazin selbst, verzeichnete Umsatzeinbußen von neun Prozent – trotz konstanter Heftverkäufe.

Die Zahlen des vierten Quartals werden am 18. Februar bekannt gegeben. Vorher wird Christie Hefner am 31. Januar als Vorsitzende und CEO des Magazins zurücktreten. Eine persönliche Entscheidung, die ihr nach über 20 Jahren im Unternehmen und in der aktuellen Situation nicht leicht fallen dürfte.

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