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Dieser Mann will Journalisten bewaffnen

Der russische Milliardär und Medienunternehmer Alexander Lebedew („Evening Standard“) fordert, dass sich Journalisten bewaffen dürfen. „Wenn sie nicht geschützt werden können, sollen sie das Recht haben, Waffen zu tragen", so Lebedew, 49, laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“. Der ehemalige KGB-Spion ist Miteigentümer der regierungskritischen Zeitung Nowaja Gazeta, deren Reporterin Anastasija Baburowa diese Woche einem Mordanschlag auf offener Straße zum Opfer gefallen war.

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Am Montag war die 34-jährige Journalistin zusammen mit dem Rechtsanwalt Stanislaw Markelow in Moskau durch Kopfschüsse getötet worden. Markelow hatte zuvor in einer Pressekonferenz rechtliche Schritte gegen die Begnadigung eines ehemaligen Offiziers der russischen Armee angekündigt, der in Tschetschenien eine junge Frau vergewaltigt und getötet hatte.
Der Doppelmord habe sich „ganz ohne Zweifel“ gegen seine Zeitung gerichtet, zitiert die „Berliner Zeitung“ Lebedew: „Alle Fälle Markelows hatten mit Recherchen der Zeitung zu tun“. Der durch Beteiligungen an Aeroflot, Gazprom und der russischen Luftfahrtindustrie reich gewordene Lebedew will sogar erwogen haben, seine Zeitung zu schließen, weil die Mitarbeiter immer wieder Opfer von Anschlägen seien. 2006 war die für ihre regierungskritischen Tschetschenien-Reportagen bekannte gewordene Autorin Anna Politkowskaja in ihrem Moskauer Hausflur hingerichtet worden.

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