Burdas DLD zeigt keine Krisen-Schwäche

Burda trommelt mit seiner DLD Konferenz (Digital, Life, Design) erneut internationale Web-Größen, Industrielle und Intellektuelle zusammen. Mit Akkreditierungen haben die beiden Organisatoren Steffi Czerny und Marcel Reichart im Krisenjahr 2009 ein wenig gegeizt, aber das macht DLD nur noch begehrenswerter unter Journalisten. Für Brain-Glamour sorgen in diesem Jahr u.a. Arianna Huffington, Chad Hurley (YouTube), Marissa Mayer (Google), Rem Koolhaas und Wirtschafts-Nobelpreisträger Daniel Kahneman.

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Alle namhaften Panel-Teilnehmer, Moderatoren und Vortragenden aufzuzählen wäre ermüdend. Die DLD Konferenz ist auch im Krisenjahr 2009 international hochkarätig besetzt. Burda hat es geschafft, mit dieser Veranstaltung eine Web-Wirtschafts-Kunst-Konferenz von echter internationaler Strahlkraft zu etablieren. Dass man eine solche Errungenschaft nicht schleifen lässt, wenn es mal in einem Jahr kriselt, spricht für einen gewissen Weitblick im Verlag.

Verfolgen kann man die DLD Konferenz erstmals auch in einem eigenen Web-Video-Kanal bei der Burda-Beteiligung Sevenload.de. Und der öffentlich-rechtliche Kulturkanal 3sat. zeigt am Sonntag um 16.30 Uhr gar eine Live-Sendung vom Ort des Geschehens (HypoVereinsbank Forum, München). DLD ist eben einmal mehr auch ein gelungener PR-Stunt des Hauses Burda.

Das Motto der diesjährigen Konferenz lautet „New Realities“. Die Bezüge zur Krise sind also durchaus da. Personalisiert vor allem durch Nassim Taleb, der mit seinem Buch „Der Schwarze Schwan“ eine Art Krisen-Anatomie vorlegte bevor die aktuelle Krise ausbrach, und dem Wirtschafts-Professor Daniel Kahnemann von der Elite-Universität Princeton. Das von John Brockman moderierte Zwiegespräch der beiden Geistesgrößen trägt die Überschrift „Reflections on a crisis“ und wurde von den Veranstaltern dramaturgisch geschickt ans Ende des offiziellen Kongress-Programms am Dienstagmittag um 12:30 Uhr gesetzt. Als Höhe- und Schlusspunkt gleichermaßen. Wobei: Ganz Schluss ist dann noch nicht. Um 14 Uhr geht es am Dienstag weiter mit dem Technik-Teil unter dem Titel „Technology Enables Success“. Cloud Computing heißt hier das Schlagwort. Gemeint ist das Arbeiten mit Daten und Diensten, die nicht auf dem Rechenknecht in der Firma oder daheim lagern, sondern in einer „Wolke“ aus Internet-Servern. Martin Buhr vom E-Commerce-Primus Amazon kann dazu auf dem Panel „Cloud Computing in practice“ gewiss einiges sagen. Amazon gilt als Vorreiter bei dieser Technik. Das Unternehmen vermietet seine Server-Leistung in Nicht-Spitzenzeiten (also quasi immer, außer zur Vorweihnachtszeit) an Fremdfirmen und feiert damit achtbare Erfolge.

Ansonsten geht es bei der angeschlossenen Technik-Konferenz um den gewohnten Dreiklang E-Commerce, Mobile und Security. Die Masse der DLD-Groupies dürften sich zu diesem Zeitpunkt bereits bloggend und twitternd auf dem Heimweg befinden und das Feld den beinharten Tech-Heads überlassen haben.

Los geht‘s am Sonntag um 11 Uhr mit einer geführten Museumstour durch München. Montag Abend steigt die DLD-Party „Starnight by Bunte.de“ im Haus der Kunst und am Dienstag um 14 Uhr ist dann offiziell Schluss mit DLD 2009.

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