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US-Börsenaufsicht hat Apple im Visier

Kaum ist der Schock um die krankheitsbedingte Auszeit von Apple-CEO Steve Jobs halbwegs verdaut, droht neuer Ärger für das Kultunternehmen aus Cupertino. Wie Bloomberg mitteilte, wird die amerikanische Börsenaufsicht SEC Apples Informationspolitik zum Gesundheitszustand von CEO Jobs untersuchen. Allerdings muss das nicht heißen, dass der SEC Beweise von Verfehlungen vorlägen oder es notwendigerweise zu einer Anklage kommen muss – Anleger ignorieren die schlechten Nachrichten deshalb zunächst.

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Es ist keine Überraschung. Wie MEEDIA bereits bei Bekanntgabe der sechsmonatigen Auszeit spekulierte, haben die wechselhaften Mitteilungen zum Gesundheitszustand von Steve Jobs die amerikanische Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) auf den Plan gerufen.

Nachdem Steve Jobs bei Präsentationen zu neuen Apple-Produkten im vergangenen Jahr immer dünner ausgesehen hatte, waren Gerüchte um seinen Gesundheitszustand aufgekommen. Apple begegnete den Spekulationen in der Folge mit der Mitteilung, dass es sich erst um eine gewöhnliche Infektion handele („common bug“), die mit Antibiotikum behandelt werde.  

Dann wurde mitgeteilt, dass Jobs an Essstörungen leide, die noch von der Krebsoperation herrühren, die der Apple-Gründer vor mittlerweile 4,5 Jahren über sich ergehen lassen musste. Nachdem das Technologieblog Gizmodo kurz vor Jahresende darüber spekuliert hatte, es stehe um Jobs’ Gesundheit weitaus schlechter als bislang kommuniziert, sah sich der Apple-CEO gedrängt, abermals zu seinem Gesundheitszustand öffentlich Stellung zu beziehen.

Es handele sich um „eine hormonelle Störung, die einfach zu behandeln“ wäre, teilte der 53-Jährige am Tag vor der Eröffnung der MacWorld Expo mit. Nur 9 Tage später seien die gesundheitlichen Probleme dann jedoch „komplexer als angenommen“, teilte Jobs mit – und verkündete gleichzeitig eine sechsmonatige Auszeit.

So verstörend die Informationspolitik auch sein mag – sie muss für Apple nicht notwendigerweise rechtliche Folgen haben. Denn bevor es zu einer Anklage kommt, muss die SEC die Beweise vorlegen, dass Apple – oder Apple-Mitarbeiter – von den Mitteilungen profitiert habe.  Das ist jedoch angesichts des Kursverfalls der Apple-Aktie nicht der Fall.

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