Zeitschriften: Leserzahl erneut gestiegen

Die ma Pressemedien sorgt mal wieder für Diskussionen in der Branche. Während die Auflagen der Publikumszeitschrifen seit Jahren zurück gehen, steigen die Leserzahlen laut ag.ma aufs Neue. Die Mehrheit der 164 in der ma Pressemedien ausgewiesenen Titel hat Leser gewonnen, einige davon in großem Ausmaß. Auch die Gesamtreichweite der erfassten Titel stieg: von 60,7 auf 60,8 Millionen Leser. Zu den größten Siegern gehören "kicker", "Sport Bild", "TV Digital" und "inTouch".

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Der „kicker“ gewann beispielsweise im Vergleich zur ma 2008-II 460.000 neue Leser, obwohl er bei der IVW in allen vier Quartalen des Jahres 2008 unter den Zahlen des Vorjahres lag. Ob solche Abweichungen zwischen Entwicklung der Käufer- und Leserzahlen die Realität abbilden – schließlich kann es theoretisch ja durchaus sein, dass sich immer mehr Menschen eine Zeitschrift teilen – ist wohl nicht zu klären. Dennoch wird die Diskussion um die ma Pressemedien und ihre Methodik sicher nicht so schnell enden.

Bleiben wir bei unserer Analyse der neuen Zahlen gleich bei den Gewinnern: Nach absoluten Zahlen wurde der „kicker“ nur vom TV-Supplement „rtv“ geschlagen, das sich um 1,31 Mio. Leser verbesserte. Ebenfalls weit vorn dabei: Axel Springers Duo „TV Digital“ und „Sport Bild“. Nach prozentualen Gewinnen sortiert dürfen sich zudem „inTouch“ (+26,3%), „in – Das Star & Style Magazin“ (+22,5%), „Neon“ (+13,3%) und „Lea“ (+15,2%) besonders freuen. Die Top Ten der Aufsteiger sieht somit wie folgt aus:

Bei den Verlierern finden sich zwei Frauenzeitschriften in der Top 3: Burdas „freundin“ büßte satte 270.000 Leserinnen im Vergleich zur ma 2008-II ein, die „Für Sie“ aus dem Jahreszeiten Verlag 200.000. Dazwischen schob sich noch die „Bild am Sonntag“ mit einem Minus von 240.000:

Auch hier wieder der Blick auf die größten Absteiger nach prozentualen Verlusten: „Chip Foto-Video digital“ verlor 17,2% der Leserschaft aus der vorigen ma, „nur TV“ 17,8% und „GQ“ sogar heftige 21,5%. Das Männermagazin liegt damit nur noch bei einer Reichweite von 0,27 Mio.

Marktführer der Zeitschriftenreichweiten bleibt natürlich die „ADAC motorwelt“. Nur 0,1% der Leser gingen dort verloren – mit 18,48 Mio. führt das Clubmagazin mit gigantischem Vorsprung vor „rtv“ (13,23 Mio.) und der „Bild am Sonntag“ (10,95 Mio.):

Bei den wöchentlichen Magazinen führt der „stern“ (7,54 Mio.) weiterhin klar vor dem „Spiegel“ (6,16 Mio.) und dem „Focus“ (5,73 Mio.). Interessant noch der Blick auf die Programmzeitschriften: Hier bleibt „TV Spielfilm“ unangefochten die Nummer 1 – mit 6,30 Mio. Lesern. Aufsteiger „TV Digital“ befindet sich dezeit bei einer Reichweite von 2,73 Mio. Zum Vergleich: Bei den Auflagenvermessern der IVW hat „TV Digital“ Konkurrent „TV Spielfilm“ längst überholt, bei der ma hat das Magazin einen Rückstand von sage und schreibe 3,57 Mio. Lesern. Wie gesagt: Die Diskussionen um die Zahlen und die Methodik der ma werden nicht so schnell aufhören.

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