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Kein Stellenabbau in großem Stil bei Burda

Im Interview mit der „Badischen Zeitung“ hat Burda-Vorstand Philipp Welte dementiert, dass es einen massiven Stellenabbau bei dem Medienunternehmen geben wird. „Wenn man ein im Kern gesundes Unternehmen auch in einer solchen Krise mit Augenmaß führt, müssen nicht plötzlich 300 Arbeitsplätze abgebaut werden“, so Welte. In München und Offenburg fallen lediglich 18 Arbeitsplätze in Vertrieb und Vermarktung weg. Trotzdem mahnte Welte: „Nach der Krise wird unsere Welt eine völlig andere sein.“

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Philipp Welte rechnet damit, dass die Wirtschafts- und Medienkrise mindestens zwei Jahre andauern wird. Er sagt eine Rezession „nie gesehener Dimension“ voraus. Einen „Naturschutz“ für Projekte, die nicht nachhaltig erfolgreich sind, könne es darum nicht geben. „Deshalb werden wir uns immer wieder von Projekten und auch von Menschen verabschieden müssen“, sagte Welte in dem Interview. Eine klare Ansage, wie Burda auf die Medienkrise reagiert, gibt es also noch nicht.

Welte deutete lediglich an, dass die Titel des Standortes Offenburg, Burdas wichtigster Druck-Standort und Sitz der Medienpark Verlag (u.a. „Freizeit Revue“, „Lisa“, „Young“), „technologisch verbreitert“ und mit „neuen multimedialen Angeboten“ vernetzt werden sollen. Als Motto gab Welte, wie schon bei seiner internen Neujahrs-Ansprache die Schlagworte Integration, Effizienz und Innovation vor.

Die Medien-Wirtschaft gerate aktuell von zwei Seiten unter Druck: durch die Digitalisierung und das damit einhergehende Abwandern von Werbe-Etats ins Internet und durch die akute Wirtschaftskrise. Welte: „Wir müssen jetzt hart am Wind segeln, um auch in dieser bisher schwersten Krise unserer Branche neue Kontinente zu erobern.“ Wer bei dem harten Kurs noch über Bord geht oder ob dies überhaupt geschieht, bleibt abzuwarten.

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