Dieter Bohlen bloggt jetzt bei Bild.de

Zum Start der sechsten Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ nutzt das Marketing-Tandem RTL und Bild.de auch die Möglichkeiten des Web2.0. „DSDS“-Gesicht Dieter Bohlen bloggt nun bei Bild.de. In gewohnter Manier kommentiert er die Vorgänge bei „DSDS" und kündigt schon mal "schmerzliche Erfahrungen" für die Kandidaten an. In Schriftform sind die Einlassungen des so genannten „Pop Titanen“ allerdings weniger unterhaltsam als in der Glotze.

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Das liegt vor allem daran, dass Bohlen (oder sein Ghost-Writer bei Bild.de) versucht, den typisch schnoddrigen Bohlen-Slang schriftlich rüberzubringen. Das führt zu vielen eingestreuten „ähs“ im Text und Formulierungen wie: „Es ist alles dabei, vom Einzeller bis zum Hyperhammer-Supersänger, von musikalischen Schlaftabletten bis zur Inkarnation der 60er-Jahre.“ Nicht direkt ein Lese-Vergnügen.

Bohlens erster Blog-Eintrag verrät jedenfalls, in welche Richtung sich die Casting-Show entwickelt. Sie wird noch stärker als bisher auf Krawall gebürstet: „Glaubt ihr echt, dass alle 32.000 wirklich gut waren? Ich nicht“, so Bohlen. Die Masche, peinliche Kandidaten vor laufender Kamera vorzuführen, dürfte also ausgebaut werden. RTL hat zudem angekündigt, mehr „Doku-Elemente“ einzubauen. Was darunter zu verstehen ist, kann man bei Bohlen nachlesen. So sollen die Casting-Kandidaten extremen Situationen ausgesetzt werden. Zum Beispiel mit einer Schlange um den Hals singen oder „performen“, während sie kopfüber in 15 Meter Höhe an einem Seil hängen. Begründung: Echte Stars müssten so etwas auch aushalten. Wie Bohlen es formuliert: „Schmerzliche Situationen, in denen sie alles, wirklich alles geben müssen.“

Für einen ersten (inszenierten?) Mini-Skandal sorgt RTL gleich zum Auftakt der Staffel. Jury-Mitglied Max von Thun hat publikumswirksam hingeschmissen, weil angeblich die Chemie mit Bohlen nicht stimmte. Ersetzt wurde er durch den Musik-Produzenten Volker Neumüller. Thuns Abgang kommentiert der „Pop-Titan“ auf die ihm eigene Weise in seinem Blog: „Klar, der ist ein netter Typ, aber für uns leider nicht zu gebrauchen, da er keinen Mainstream-Musikgeschmack hat.“ Bohlen weiter: „Und wenn man dann noch findet, dass Rihannas ,Umbrella‘ ein Kacksong ist, dann reicht es mir.“

Die Popularität der Show ist dabei ungebrochen. 31.098 Möchtegern-Superstars haben diesmal bei den Castings mitgemacht. Ein neuer Rekord und viel Frischfleisch fürs Entertainment-Stahlbad. Die sechste Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ startet am heutigen Mittwoch um 20.15 Uhr bei RTL.

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