Bewährung für Mobilcom-Gründer Schmid

Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid muss nicht ins Gefängnis. Das Kieler Landgericht verurteilte den 56-Jährigen wegen vorsätzlichen Bankrotts in drei Fällen zu einem Jahr und neun Monaten Haft. Die Strafe für den früheren Milliardär wurde zur Bewährung ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte zweieinhalb Jahre Haft gefordert.

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Sie warf Schmid vor, im Herbst 2002 Bargeld und Unternehmensanteile im Wert von insgesamt 1,2 Millionen Euro „beiseite geschafft“ zu haben. Die Verteidigung kündigte an, Revision gegen das Urteil einzulegen. Sie hatte Freispruch verlangt.
Ursprünglich sollte die Verhandlung, die das Gericht seit Juli 2007 beschäftigt, nur zwei Tage dauern. Dann jedoch zogen immer neue Anträge, Beweise und Zeugen und unerwartete Wendungen den Prozess in die Länge. Schmid hatte Mobilcom 1991 gegründet und zu einem erfolgreichen Mobilfunkunternehmen ausgebaut. Der Einstieg in das UMTS-Geschäft geriet für Schmid jedoch zum Fiasko, er wurde im Juni 2002 als Vorstandschef abgesetzt. 2003 meldete er Privatinsolvenz an.

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