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Apple-Watch: Kein Tag ohne Jobs-Gerüchte

Die Spekulationen um den visionären Apple-Gründer reißen nicht ab. Nachdem Steve Jobs in der vergangenen Woche eine krankheitsbedingte Auszeit von sechs Monaten angekündigt hatte, mutmaßen vor allem die amerikanischen Medien unablässig über seinen Gesundheitszustand. Neueste Vermutung: Kein neuer Krebs, aber eine anstehende Leberstransplantation könnte der Grund sein. Während Steve Jobs nur noch genervt abwinkt, senken erste Analysten den Daumen und stufen die Apple-Aktie zum Verkauf herunter.

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Es sind nur zwei Sätze, doch die drücken aus, wie unerträglich dem 53-jährigen Apple-Gründer die Diskussion geworden ist, die seine letzte Woche angekündigte halbjährige Auszeit losgetreten hat.  „Warum lassen Sie mich nicht einfach in Ruhe“, soll Jobs gegenüber dem Finanznachrichtensender Bloomberg gesagt haben: „Warum ist das alles so wichtig?“

Diese Frage selbst ist natürlich eine Untertreibung – nicht zuletzt, weil Apple ein börsennotiertes Unternehmen ist und Jobs selbst so etwas wie „eine Vaterfigur“ der Technologiebranche geworden ist. Doch das genervte Abwinken des Apple-Gründers erscheint nur allzu menschlich. Tatsächlich vergeht kein Tag, an dem nicht ein US-Medium mit neuen Spekulationen über Steve Jobs aufmacht.

Die neusten gab es am Wochenende:  Bloomberg berichtete, dass Jobs eine Lebertransplantation als Folge seiner Krebsbehandlung im Jahr 2004 in Betracht ziehe.  Auf Nachfrage von anderen US-Medien erklärte Bloomberg, dass sie an der Story festhalten, aber keine Quellen nennen dürften.  Am Vortag hatte Bloomberg bereits darüber spekuliert, ob die Bauchspeicheldrüse entfernt werden müsse.

Eine gute Nachricht bei all den überbordenden Spekulationen sickerte am Wochenende ebenfalls durch. Wie das Online-Portal PaidContent berichtete, fühlt sich Jobs offenbar gesund genug, um weiter dem Disney-Aufsichtsrat  anzugehören. Das geht aus der Nominierung des 12-köpfigen Aufsichtsrats gegenüber der SEC hervor. Jobs ist nach der Übernahme des von ihm gegründeten  Animationsdesign-Unternehmens Pixar mit mehr als 7 Prozent größter Einzelaktionär des Dow Jones-Konzerns.  

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Dem einst von Jobs  gegründeten Computerpionier Apple stehen nach Analysteneinschätzung dennoch schwere Zeiten bevor, solange sich Jobs nicht erholt hat. Mike Abramsky, Analyst der Royal Bank of Canada, warnte am Freitag in ungewohnter Deutlichkeit, was viele Apple-Aktionäre befürchten – nämlich vor einer Lücke ohne den visionären Vorstand.

„Jobs wird als Apples Innovator, Dealmaker und Leader angesehen“, schreibt Abramsky in seiner Studie vom vergangenen Freitag, „der in Minuten genaue Entscheidungen eingebunden und untrennbar mit der  Marke Apple verbunden ist.“ Abramsky stufte die Apple-Aktie darauf hin als Underperformer ab – und senkte das Kursziel auf nur 70 Dollar, während einige Analysten noch immer 12-Monatsziele von 200 Dollar angeben.    

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak beurteilt die Lage indes weitaus weniger kritisch. „Apples Neuerungen befinden sich meist ein bis zwei Jahre in der Produktion“, erklärte Wozniak gegenüber dem US-Sender NBC.

Tim Bajarin, Analyst und Präsident bei  Creative Strategies, geht sogar noch einen Schritt weiter. „Steve ist nicht einer, der in Zwei-Jahres-Visionen denkt. Er hat wahrscheinlich längst Pläne ausgeheckt, wie Apple in drei, sechs oder zehn Jahren aussehen wird“, erklärte Bajarin. Bleibt sehr zu hoffen, dass Jobs sie weiter noch lange aktiv mitgestalten kann.

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