Apple: Steve Jobs fällt bis Ende Juni aus

Traurige Neuigkeiten aus Cupertino nach Handelsschluss: Apple-CEO Steve Jobs zieht sich bis zum Ende des ersten Halbjahrs aus dem operativen Geschäft des Macintosh-, iPod- und iPhone-Herstellers zurück. In einer Mitteilung an seine Mitarbeiter räumte Jobs ein, dass sein Gesundheitszustand unklarer ist als bislang angenommen. Zum Interims-Vorstand steigt der bisherige COO Tim Cook auf. Die Börse reagierte geschockt: Die Apple-Aktie verliert nach Handelsschluss bis zu 10 Prozent.

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Die zuletzt immer wieder aufkommenden Gerüchte haben nicht getrogen: Steve Jobs ist offenbar kränker als bislang angenommen. Kurz vor Weihnachten hatte das Gadget-Blog Gizmodo noch berichtet, der Gesundheitszustand des Apple-CEOs verschlechtere sich dramatisch, was Jobs einen Tag vor Beginn der Macworld durch einen Offenen Brief zu entkräften versuchte, in dem er erklärte, man habe die Ursache seines Gewichtsverlust als „hormonell“ bedingt erkannt.

Nur eine Woche später kommt nun jedoch der Rückzieher. In einer nach Handelsschluss veröffentlichten Mitteilung, die Apple auch umgehend der Öffentlichkeit zur Verfügung stellte, räumte der 53-jährige Computerveteran ein, dass die gesundheitlichen Probleme „doch komplexer sind als ursprünglich angenommen“. („I have learned that my health-related issues are more complex than I originally thought.“)  Deswegen werde Jobs bis Ende Juni eine krankheitsbedingte Auszeit nehmen.

COO Tim Cook übernimmt, Jobs bleibt strategisch miteinbezogen

Die operativen Geschäfte in dieser Zeit wird der Chief Operating Officer (COO) Tim Cook übernehmen. Bereits 2004 hatte der 47-Jährige kurzfristig die Führung übernommen, als sich Jobs einer krebsbedingten Bauchspeicheldrüsenoperation unterziehen musste.

Jobs bemühte sich deutlich zu machen, dass er nach der Auszeit im Juli wieder zurückkehren werde („I look forward to seeing all of you this summer“) und gleichzeitig CEO bleiben wolle. Daher werde er in die großen Entscheidungen des Unternehmens weiter voll miteinbezogen.

Die Börse war von diesen guten Absichten nicht zu überzeugen und reagierte geschockt auf die Meldung von Jobs‘ Rückzug. Die Apple-Aktien gaben im nachbörslichen Handel reflexartig um zehn Prozent auf nur noch 77 Dollar nach.

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