Rach macht Blech aus „Terminator“

Die neue ProSieben-Serie "Terminator: S.C.C." hatte bei ihrer Premiere keine Chance auf vordere Plätze der Quotencharts. Die parallel laufende RTL-Doku-Soap "Rach - Der Restauranttester" war einfach zu stark für die Serie. 3,11 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen "Rach", 1,73 Mio. "Terminator". Immerhin: Mit 12,5% landete die Serie knapp über den ProSieben-Normalwerten. Der Tagessieg ging an den Dschungel: "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" sahen 3,44 Mio. Werberelevante.

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Damit knackte die Dschungelshow erneut die 30%-Hürde und kletterte auf 31,7%. Besonders stark ist „Ich bin ein Star“ übrigens bei den 30- bis 39-Jährigen. Dort gab es diesmal 35,9%. Bei den Über-65-Jährigen reichten 770.000 Zuschauer hingegen nur für 12,2%. Hinter „Rach – Der Restauranttester“ komplettierte „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ den erfolgreichen RTL-Abend auf Platz 3. Direkt dahinter folgt kein ProSieben-Programm, wie sich der Sender es sich bestimmt erhofft hatte, sondern Sat.1-Film „Sister Act 2“ – 2,23 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen dort zu, gute 16,4%. Auf den Plätzen 7 bis 9 folgen die beiden Prime-Time-„Simpsons“-Episoden von ProSieben und die Vox-Serie „CSI: NY“, „Terminator: S.C.C.“ belegt Rang 11 der Tages-Charts. Bei „Big Brother“ ist hingegen von eventuellem frischen Quotenwind durch Konzeptänderungen und einziehende Pornodarstellerinnen überhaupt nichts zu merken: Obwohl „Die Kochprofis“ um 20.15 Uhr sehr gute 8,9% holten, krachte „Big Brother – Die Entscheidung“ im Anschluss auf erneut miese 5,1% hinab.

Die Montags-Quoten in der Detail-Analyse:

RTL: Dschungel top, Jauch Mittelmaß
(12-Monats-Durchschnitt: 15,6% / Montag: 17,4%): In der Zeit von 18 Uhr bis Mitternacht lief es bei RTL insgesamt sehr gut. Keine Sendung landete unter den RTL-Normalwerten, „RTL aktuell“, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Rach – Der Restauranttester“ sprangen über die 20%-Marke, „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ sogar über die 30%. Den geringsten Zielgruppen-Marktanteil gab es in diesen Stunden für „Wer wird Millionär“: 16,1%. Im Nachmittagsprogramm läuft allerdings noch viel weniger zusammen: „Mitten im Leben“ und „112“ blieben diesmal bei 10,3% bis 10,5% hängen.

ProSieben: „Terminator“ startet solide, „Lost“ schwach
(12M: 11,8% / Mo: 12,7%): Obwohl die neue Serie „Terminator: S.C.C.“ dem RTL-Restauranttester unterlag, startete sie mit 12,5% ja noch ordentlich. Schlecht sah es hingegen im Anschluss für den Staffelstart von „Lost“ aus: Dort gab es nur 9,4%. Besser lief es fast in der gesamten Zeit vor 21.15 Uhr: „Die Simpsons“ holten in der Prime Time bis zu 14,3% und am Vorabend bis zu 14,2%, „Galileo“ kam dazwischen auf sehr starke 15,5% und im Nachmittagsprogramm überzeugte „We are Family!“ mit 16,8%.

Sat.1: „Sister Act“ allein auf weiter Flur
(12M: 10,7% / Mo: 12,6%): Wie in den vergangenen drei Jahren auch beflügelte „Sister Act 2“ mal wieder die Sat.1-Quoten. Die 16,4% waren allerdings der einzige erfreuliche Zielgruppen-Marktanteil zwischen 18.30 Uhr und 3 Uhr nachts – ansonsten schaffte keine einzige Sendung mehr als 10%. So fielen „Toto & Harry“ direkt nach „Sister Act 2“ auf schwache 9,7%, am Vorabend gab es für „Lenßen & Partner“ und „K 11“ sogar weniger als 9%. Exzellent lief es hingegen am Nachmittag: „Richter Alexander Hold“ (20,9%) und „Niedrig und Kuhnt“ (22,0%) übertrafen jeweils die 20%-Marke.

Vox: 10% nur für „CSI: NY“ und „Criminal Intent“
(12M: 7,5% / Mo: 7,9%): „Das perfekte Dinner“ richtet sich allmählich unter der 10%-Marke ein – 9,7% holte es diesmal. Die Zeiten, in denen es 15% und mehr gab, scheinen vorbei zu sein. In die Zweistelligkeit schafften es am Montag nur die beiden US-Serienhits. „CSI: NY“ erzielte 13,8%, „Criminal Intent“ 10,4%. „Shark“ erreichte immerhin noch 8,0%, „The District“ blieb hingegen bei 7,5%.

Das Erste: Schwacher Tag mit zwei Ausnahmen
(12M: 7,5% / Mo: 5,6%): Das Erste kam im jungen Publikum am Montag kaum von der Stelle. Ab 21 Uhr war das Höchste der Gefühle ein Marktanteil von 5,3% für die „Tatort“-Wiederholung, „Fakt“ erreichte sogar nur 3,5%. Wenigstens 6,8% erkämpfte sich die 20.15-Uhr-Tierdoku „Sprinter der Ozeane“. Über die 10% kletterten nur der „Sturm der Liebe“ mit 12,8% und die 20-Uhr-„Tagesschau“ mit 12,3%.

ZDF: Starke Filme retten den Tag
(12M: 7,1% / Mo: 6,8%): Im ZDF hätte es ähnlich laufen können wie im Ersten, doch insbesondere die beiden Filme im Abendprogramm hievten den Tagesmarktanteil immerhin noch auf 6,8%. Um 20.15 Uhr erreichte der Fernsehfilm „Auftrag Schutzengel“ gute 9,3% im jungen Publikum, ab 22.15 Uhr gab es für „Blood Work“ sogar 9,6%. „heute nacht“ profitierte im Anschluss noch davon und erreichte 9,8%, vor 20 Uhr lief es am besten für die „SOKO 5113“ mit 8,2%. Der Rest des ZDF-Programms blieb allerdings im oder unterhalb des Mittelmaßes.

RTL II: „Big Brother“-Katastrophe geht weiter
(12M: 6,1% / Mo: 5,5%): Nicht nur die Prime-Time-Entscheidungsshow versagte mit 5,1% trotz der Neuerungen, auch die Tageszusammenfassung um 19 Uhr blieb weit unter dem Soll. Nur 460.000 Werberelevante schauten dort zu – ein desaströser Marktanteil von 4,5%. Richtig gute Quoten gab es bei RTL II am Montag aber auch: „Still Standing“ erzielte um 17.30 Uhr 7,8%, „Die Kochprofis“ um 20.15 Uhr 8,9% und „Dog, der Kopfgeldjäger“ um 23.45 Uhr 7,9%.

kabel eins: „Rocky III“ nur im Mittelmaß
(12M: 5,5% / Mo: 5,5%): kabel eins erreichte mit einer Punktlandung den 12-Monats-Senderdurchschnitt von 5,5%. Die meisten Programme gruppierten sich am Montag um diese 5,5%, Ausreißer nach oben und unten gab es nur am frühen Nachmittag (u.a. 10,8% für „Two and a Half Men“), sowie in der Nacht (u.a. 2,7% für das „kabel eins nightquiz“). In der Prime Time blieb „Rocky III“ bei 5,4% hängen, „Und wieder 48 Stunden“ erzielte 6,0%.

Die kleineren Sender: „Good bye, Lenin!“ beglückt SWR
Überraschungen gab es bei den kleinen Sendern diesmal kaum, zu stark war die Konkurrenz der Großen. Am besten lief es neben den gewohnt starken 5,9% für „Unser Sandmännchen“ im KI.KA für das SWR Fernsehen. Dort holte sich „Good Bye, Lenin!“ um 23 Uhr immerhin 3,1% im jungen Publikum. Ebenfalls berichtenswert: 2,8% für das mdr fernsehen und „Zwischen Himmel und Hölle“, sowie 2,1% für einen „Polizeiruf 110“ im rbb.

Das Gesamtpublikum: Rentner retten Günther Jauch
Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es nur mittelmäßig, doch insgesamt hatte „Wer wird Millionär?“ wieder einmal die Nase vorn. 7,39 Mio., darunter allein 3,39 Mio. Über-65-Jährige, schauten das Jauch-Quiz und hievten es auf Platz 1 vor „Rach – Der Restauranttester“ (6,20 Mio.) und die 20-Uhr-„Tagesschau“ (6,09 Mio.). Die Prime-Time-Konkurrenz von ARD und ZDF hatte das Nachsehen, die Mainzer holten sich mit „Auftrag Schutzengel“ und 5,80 Mio. Sehern noch einen guten vierten Platz und 17,0%, Das Erste versagte mit der Doku „Sprinter der Ozeane“, 2,96 Mio. und 8,7% deutlich und landete sogar noch hinter „CSI: NY“ auf Platz 20 der Tages-Charts. Stärkste Nicht-ARD-ZDF-RTL-Sendung war natürlich „Sister Act 2“ – mit 3,87 Mio. Zuschauern auf Platz 10.

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