Qype Radar: Trend-Spotting per iPhone

Das mobile Internet ist um eine Killerapplikation reicher. Dank Qype Radar kommt auch die Stadt endlich in die Westentasche von iPhone-Besitzern – und zwar mit allen ihren tausend Freizeitmöglichkeiten. Restaurants, Bars, Cafés, die Verlockungen des Nachtlebens, aber auch Hotels oder Shopping-Möglichkeiten aus nächster Nähe kommen buchstäblich per Fingerdruck auf Apples Alleskönner. Dank der geosensitiven Applikation könnte Qype zumindest unter iPhone-Nutzern Kultstatus erreichen.

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Man kennt das ja:  Die Nacht bricht an, die erste Party ist schlecht, doch die zweite noch fern. Wohin also? Qype, das boomende städtische Empfehlungsportal mit Google Maps-Anbindung, kann Abhilfe schaffen – sofern ein Internetzugang in der Nähe ist. Daran jedoch scheiterte bereits so manche Abendplanung bisher: Die Theorie war gut – ausgedruckte Zettel von möglichen Bars, Clubs oder Restaurants jedoch lästig, unhandlich – mit einem Wort: eher schlecht.

Die definitive Lösung hat das Hamburger Web 2.0-Startup nun gefunden. Ein halbes Jahr nach dem Launch der zweiten iPhone-Generation 3G, das mit GPS ausgestattet und für die Entwicklungen Drittanbietern offen ist, hat nun auch Qype auch seine iPhone-Applikation gelauncht, die geosensitiv ist.

Praktisch bedeutet dies: Der „Qype Radar“  scannt die GPS-Daten des iPhones und erkennt, wo sich der einzelne Nutzer befindet. Dadurch kann Radar alle Qype-Empfehlungen in der näheren Umgebung anzeigen. Wirklich Sinn macht die Anwendung, wenn die Suche eingegrenzt wird. Durch wenige Klicks zeigt sich so auch, wo sich das nächste Sushi-Restaurant, der nächste Frisör oder die nächste Zahnarztpraxis befindet.

Die Ergebnisse enthalten den kompletten Inhalt der Qype-Datenbank. Neben einer übersichtlichen Darstellung auf Google-Maps werden Fotos, Telefonnummern und natürlich die User-Bewertungen samt Ranking angegeben. Zudem erhält der Nutzer quasi ein Navigationsgerät, das ihm den schnellsten Weg zum gewünschten Ort beschreibt.

Leider lassen sich die Einträge noch nicht mobil bewerten. Gegenüber MEEDIA kündigte Qype allerdings an, dass dies mit der neuen Version ab Ende März 2009 möglich sein wird. Ob in Zukunft auch andere Handy-Betriebssysteme in den Genuss von Radar kommen, wollten die Hamburger allerdings nicht bestätigen. Die Öffnung der Programmierschnittstelle (API) und ein Preisausschreiben für Entwickler lässt aber darauf schließen, dass Qype Anwendungen von Drittanbietern mit offen Armen gegenübersteht.

Europas größtes Empfehlungsportal liefert mit Radar eine wirklich essenzielle Erweiterung, das beweisen auch über 50.000 Downloads in den ersten drei Wochen.

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