Keine stillenden Mütter bei Facebook

Facebook hat User-Bilder, die stillende Mütter mit ihren Babys zeigt, gelöscht. Begründet wird die Aktion mit den Nutzungsbestimmungen, die „obszöne, pornografische und eindeutig sexuelle Darstellungen“ verbieten. Im Internet hat sich eine Gruppe mit 150.000 Mitgliedern formiert, die unter dem Slogan „Hey, Facebook, Stillen ist nicht obszön“ protestiert. Bei StudiVZ dagegen werden stillende Mütter nicht generell als obszön empfunden.

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Die 23-jährige Amerikanerin Kelli Roman hat den Protest gegen die Mutterbrust-Phobie von Facebook initiiert. Bei „Hey, Facebook, Stillen ist nicht obszön“ haben sich mittlerweile fast 150.000 Mitglieder eingetragen, die beginnen, sich zu organisieren. An einer Protestaktion am 27. Dezember nahmen 11.000 Menschen teil. Sie tauschten das Bild ihres Facebook-Profils gegen das einer stillenden Mutter aus.

Auch bei MySpace wurden in den vergangenen Tagen Bilder von friedlich stillenden Müttern eliminiert. Bei der deutschen Community StudiVZ will man stillende Mütter nicht grundsätzlich der Pornografie verdächtigen. „Wenn nichts zu sehen ist, sind stillende Mütter kein Problem. Wäre etwas zu sehen, könnte das Bild geprüft werden“, sagte Sprecher Dirk Henser der „taz“.

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