Anne Will gewinnt gegen Bundesliga

Über Wochen schwelte der Streit, jetzt fiel endlich eine Entscheidung. Anne Will behält ihren Sonntags-Sendeplatz direkt nach dem „Tatort“ (21.45 Uhr). Die Zusammenfassung der Fußball-Bundesliga muss sich hinten anstellen und wird in die „Tagesthemen“ integriert. Das verriet ARD-Programmdirektor Volker Herres dem Sport-Informationsdienst (SID). Den dritten Programmen steht es allerdings frei, eigene Sportsendungen inklusive Spielberichte bereits vorher zu senden.

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Herres sagte laut Spiegel Online, dass die dritten Programme selbst entscheiden könnten, ob und wann sie die attraktiven Rechte nutzen. „Im Ersten werden wir die Zusammenfassungen der Sonntagsspiele in den Tagesthemen zeigen“.

Ob die Dritten allerdings auf die großzügige Content-Spende der ARD eingehen, ist noch völlig unklar. Der Bayerische Rundfunk hat wohl schon signalisiert, dass man kein Interesse an einer zusätzlichen Bundesligasendung habe. Der NDR und WDR, in deren Sendegebieten viele Bundesligateams zuhause sind, können sich Zusammenfassungen der Sonntags-Kicks sehr wohl vorstellen. Im Gegensatz zu den Münchnern können die beiden Sendeanstalten auch fast sicher sein, dass immer eines ihrer Teams spielt.

Ihren Sieg verdankt Anne Will neben ihrer hohen Popularität, auch dem Superwahljahr 2009. Die Programmverantwortlichen der ARD können kurz vor der Bundestagswahl 2009 kaum auf ihre wichtigste politische Gesprächsrunde verzichten.

Der MEEDIA-Talkcheck 2008 zeigt, dass „Anne Will“ mit 3,61 Millionen Zuschauern die meistgesehene Talkshow im deutschen Fernsehen ist. Erst nach der ehemaligen „Tagesthemen“-Sprecherin folgt „Hart aber fair“ mit Frank Plasberg, „Maybrit Illner“, „Beckmann“, „Menschen bei Maischberger“ und „Johannes B. Kerner“. Zählt man anstatt der Zuschauer die Marktanteile, führt Kerner aufgrund seines späteren Sendeplatzes.

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