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DuMont kauft „Monty’s“ Zeitungs-Imperium

Die deutschen Blätter des britischen Finanzinvestors David Montgomery stehen offenbar kurz vor dem Verkauf. Wie "w&v" berichtet, wird der Kölner Verlag DuMont Schauberg die "Berliner Zeitung", den "Berliner Kurier" und die "Hamburger Morgenpost" zum Preis von rund 170 Millionen Euro übernehmen. Der Deal könnte schon diese Woche besiegelt werden. Damit bestätigten sich die seit Wochen anhaltenden Gerüchte über die Kaufverhandlungen zwischen der Mecom-Holding und den Kölnern.

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Als weiterer Interessent galt die WAZ-Gruppe. Für DuMont bieten sich jedoch bessere Perspektiven von Synergien mit den eigenen Titeln „Kölner Express“, „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Frankfurter Rundschau“. Die Mecom ist zum Verkauf gezwungen, da sie mit mehr als 600 Millionen Euro verschuldet ist und von den Banken lediglich eine Kreditfrist bis Ende Februar hat. Eine DuMont-Sprecherin erklärte auf Anfrage von MEEDIA, dass der Verlag die Meldung nicht kommentieren wolle.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatten die Gerüchte die Runde gemacht, drei Titel aus dem Mecom-Portfolio – nämlich die „Berliner Zeitung“, „Berliner Kurier“ und „Hamburger Morgenpost“ – könnten für weniger als 200 Millionen Euro veräußert werden.

Die massiven Finanzprobleme Montgomerys sind seit Längerem Branchenthema. Der britische Private Equity-Investor verfügt mit seiner Mecom-Holding über ein Produktportfolio von insgesamt 300 Zeitungstiteln in Europa.

Geht der Notverkauf für die kolportierte Summe von 170 Millionen Euro an DuMont über die Bühne, hat die in Schieflage geratene Mecom kräftig draufgezahlt. Im Herbst 2005 hatte David Montgomery den Berliner Verlag erst für 180 Millionen Euro übernommen. Die „Hamburger Morgenpost“, die weiter profitabel arbeitet und im vergangenen Jahr eine Umsatzrendite von 18 Prozent erzielte, und die „Netzeitung“ kamen erst 2006 und 2007 hinzu.

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