Broder siegt im „Antisemitismus-Streit“

Der Publizist Henryk M. Broder darf weiter behaupten, dass Evelyn Hecht-Galinski, die Tochter von Heinz Galinski, des langjährigen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, antisemitische Statements abgebe - wenn dies im sachlichen Zusammenhang mit der Diskussion über israelkritische Äußerungen erfolgt. Das hat das Oberlandesgericht Köln in zweiter Instanz entschieden.

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In erster Instanz hatte das Landgericht Köln noch gegen Henryk M. Broder entschieden. Broder hatte im Mai 2008 auf der von ihm mitbetriebenen Internetseite „Die Achse des Guten“ einen offenen Brief an WDR-Intendantin Monika Piel sowie deren Antwortschreiben veröffentlicht. Broder kritisierte, dass Evelyn Hecht-Galinski in die WDR-Radiosendung „Hallo Ü-Wagen“ zum Thema „Reden über Israel“ eingeladen worden war. „Jeder kölsche Jeck mit zwei Promille im Blut“, schrieb Broder, „würde sogar an Weiberfastnacht erkennen, dass EHG eine hysterische, geltungsbedürftige Hausfrau ist, die für niemanden spricht außer für sich selbst und dabei auch nur Unsinn von sich gibt. Ihre Spezialität sind antisemitisch-antizionistische Statements, die zurzeit mal wieder eine kurze Konjunktur haben.“

Evelyn Hecht-Galinski hatte anschließend eine einstweilige Verfügung gegen Broder erwirkt, die das OLG Köln nun aufgehoben hat.

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