Anzeige

ARD: Boudgoust will strukturellen Wandel

Der neue ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust will den widrigen Marktbedingungen mit strukturellen Einsparungen und verstärkten Kooperationen begegnen. "Es kann nicht darum gehen, immer knappere Mittel auf alle zu verteilen", erklärte Boudgoust gegenüber der "FTD". So wolle er zum Prinzip der Federführung zurückkehren, um Kosten einzusparen.

Anzeige

Der SWR hatte zum Jahreswechsel die Führung im ARD-Senderverbund vom Saarländischen Rundfunk übernommen. Damit ist SWR-Intendant Boudgoust gefordert, den Sparkurs der Öffentlich-Rechtlichen fortzuführen. Ganz oben auf seiner Agenda steht das Prinzip der Federführung, wonach einzelne Rundfunkanstalten verstärkt für alle ARD-Sender produzieren. Zudem soll das Gebührensystem reformiert werden. Es werde unter anderem über die zentrale Frage zu entscheiden sein, ob man auf Werbung komplett verzichten wolle, wie es die britische BBC und ab 2011 auch das französische Staatsfernsehen praktizieren.

Der neue ARD-Chef hält diese Option jedoch für weniger sinnvoll: „Ein Abschaffung der Werbung würde den Gebührenzahler mit circa 1,50 Euro monatlich mehr belasten.“ Dies sei lediglich symbolhaftes Handeln, an dem sich die Politik nicht orientieren solle, betonte er gegenüber der „FTD“.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige