Anzeige

Das Top und Flop-Ranking: Platz eins

Die Web-Gewinner und -Verlierer des Medienjahres 2008. Jeden Tag verriet MEEDIA einen Top- und Flop-Kandidaten. Auf den hinteren Plätzen liegen die „FAZ“, Mister Wong und die drei Video-Musketiere Olivers Gehrs, Matthias Matussek und Harald Martenstein. Der Gewinner des Jahres ist ein Web-Angebot, dass die Möglichkeit hat zum ersten deutschen Volksnetzwerk zu werden. Der Verlierer des Jahres ist dagegen ein Web-Unternehmen, das alle Chance eine echte Netz-Macht zu werden vergeigte.

Anzeige

Flop: Platz 1
Lycos

Im Jahr 2000 startete das Unternehmen als europäischer Yahoo-Rivale und ging sofort an die Börse. „Enorme 672 Millionen Euro spülte der Börsengang allein in die Kassen des Bertelsmann-Lycos-Joint-Ventures. Nach Ausübung des Greenshoes waren es sogar 773 Millionen – eine prall gefüllte Kriegskasse, die bei solidem Wirtschaften Jahrzehnte des Überlebens hätte sichern können. Geblieben sind davon per 30. September nicht einmal mehr 140 Millionen Euro. 50 Millionen werden davon nun an die Aktionäre (darunter auch zu einem nicht unwesentlichen Teil an Gründer und CEO Christoph Mohn selbst) ausgezahlt – nach Willen der Gesellschaft noch vor Jahresende“, schrieb Nils Jacobsen.

In den Jahren zwischen 2000 und dem Firmen-Ende 2008 ging eigentlich alles schief. Der Versuch eine eigene Suchmaschine gegen Google zu etablieren, klappte nicht, das Vorhaben als Provider, Freemail-Anbieter oder Vermarkter eine wichtige europäische Rolle zu spielen scheiterte ebenfalls.

Also zogen Bertelsmann und die anderen Hauptanteilseigner die Notbremse. Lycos wurde aufgelöst. Damit endet eine traurige Geschichte voller verpasster Chancen.
 
Top: Platz 1
Wer-kennt-wen

Wer-kennt-wen ist der Musterschüler unter den deutschen Communities. Ruhig, leise und mit beständigem Wachstum entwickelt sich das Social Network immer schneller. Mit seinen rund 4 Milliarden Page Impressions und 127 Millionen Visits hat Wer-kennt-wen sogar mittlerweile sogar gute Aussausichten im ersten Halbjahr 2009 der neue deutsche Klick-Champ zu werden. Im Moment hält SchülerVZ diese Position noch mit 4,9 Milliarden PIs.
Wie es sich für einen Musterschüler gehört, kommt die RTL-Tochter ohne Skandale, PR und Glamour aus. Damit sind die Kölner der genau Gegenentwurf zur VZ-Gruppe, die – um im Bild des Musterschülers zu bleiben – gerne auch mal als Klassenclown oder Rowdie auftritt.
Bei Wer-kennt-wen treffen sich keine Hippster, Studenten oder andere relativ engen Zielgruppen, sonder der Otto-Normal-Surfer. Damit hat das Netzwerk die besten Chancen sich zum ersten deutschen Volks-Netzwerk zu entwickeln.
>> Platz 2: MeinVZ, StudiVZ
>> Platz 3 LinkedIn, Xing
>> Platz 4: Bürgerjournalismus, Qype
>> Platz 5: Ebay-Deutschland, Shopping-Communitys
>> Platz 6: Bild-Leserkamera

>> Platz 7: Video-Stars, Zoomer.de
>> Platz 8: Mister Wong, Schwarzekarte

>> Platz 9: Combots, Ikea

>> Platz 10: „FAZ“, FAZ-Blogs

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige